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Olympia: Deutsche Snowboarderinnen holen Silber und Bronze

Silber und Bronze für die deutschen Snowboarderinnen. Im Halbfinale gewinnt Anke Karstens gegen Amelie Kober. Im Finale muss sie sich dann aber knapp geschlagen geben. Kober holt am Ende noch Bronze.

Toller Abschluss für die deutschen Snowboarderinnen in Sotschi: gleich zwei Medaillen durften gefeiert werden.

Deutsche Snowboarderinnen sorgen für Überraschungen

Bei der olympischen Premiere des Parallel-Slaloms sorgte Anke Karstens aus Bischofswiesen für eine faustdicke Überraschung und gewann die Silber-Medaille. Genauso sensationell die Bronze-Medaille von Amelie Kober, die unter starken Schmerzen fuhr.

Karstens sagte hinterher: „Ich hab gewusst, dass ich Slalom sehr stark sein kann. Das ist Wahnsinn, ich habe mir den Traum erfüllen können.“ Begeistert von der Leistung der Damen war auch Sportdirektor Stefan Knirsch: „Es ist der Wahnsinn, was die gesamte Mannschaft heute abgeliefert hat. Ich bin ziemlich überwältigt davon. Anke hat sich extrem nach vorne gekämpft, Amelie völlig unter Schmerzen eine gigantische Leistung abgeliefert.“

Im Finale musste sich Karstens der Österreicherin Julia Dujmovits geschlagen geben. Im „kleinen Finale“ schlug Kober, die sich beim Riesenslalom einen Kapselausriss im linken Ellenbogen zugezogen hatte, die Italienerin Corinna Boccacini.

Zweite Olympische Medaille für Kober

Nach Silber im Riesenslalom bei den Winterspielen in Turin 2006, war die Bronzemedaille für Kober bereits die zweite Olympische Medaille. Karstens sorgte mir ihrer Medaille für die insgesamt fünfte seit der Premiere 1998. Die einzige Goldmedaille holte bisher Nicola Thost 1998 in der Halfpipe.

Schon nach dem Halbfinale stand fest, dass auf jeden Fall eine deutsche Snowboarderin eine Medaille holen wird.

Nach dem enttäuschenden Riesenslalom am Mittwoch trafen Karstens und Kober in der Vorschlussrunde aufeinander. Im ersten Lauf dann die Vorentscheidung als Kober stürzte und auf ihrem bereits verletzten Ellenbogen fiel.

Die Vorentscheidung fiel im ersten Lauf, als Kober stürzte und erneut auf ihren verletzten Ellenbogen fiel.

Adrenalin gegen die Schmerzen

Kober gestand dann auch: „Nur durch das Adrenalin während der Fahrt sind die Schmerzen auszuhalten.“ Kober war es dann auch die im Achtelfinale für die größte Überraschung des Wettbewerbs sorgte und die bis dahin dominierende Slalom-Olympiasiegerin Patrizia Kummer aus der Schweiz aus dem Rennen warf. Der Weg ins Halbfinale war dann eine Zitterpartie. Mit einer Hundertstel Sekunde Vorsprung auf Ina Meschik aus Österreich zog sie in die Runde der letzten Vier ein.

Riesenslalom-Weltmeisterin Isabella Laböck dagegen verlässt Sotschi tief enttäuscht. Bereits in der Qualifikation war sie in ihrer Paradedisziplin ausgeschieden. Auch im Slalom landete sie schließlich nur auf Platz 10.Eltfe wurde Selina Jörg aus Sonthofen.



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