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Olympia: Geisenberger und Hüfner – Doppelsieg im Rodeln

Natalie Geisenberger und Tatjana Hüfner sorgen mit einem Paukenschlag für den deutschen Doppelsieg im Rodeln und setzen damit eine stolze Serie fort.

Nach 5.536 Metern und 64 Kurven war Natalie Geisenberger am Ziel: Gold in Sotschi. In unnachahmlicher Manier raste die Rodel-Königin auf den Olympia-Thron und schnappte sich die Gold-Medaille. Damit folgte de Weltmeisterin ihrem Teamkollegen Felix Loch eindrucksvoll in der Erfolgsspur.

Gold nach 5.536 Metern und 64 Kurven

Sichtlich gerührt stammelte Geisenberger nach ihrer Triumph-Fahrt: „Begreifen kann ich das noch nicht. Ich bin momentan noch nicht in der Lage, etwas dazu zu sagen.“ Platz Zwei und damit die Silber-Medaille sicherte sich die Olympiasiegerin von Vancouver Tatjana Hüfner vor der Amerikanerin Erin Hamlin. Damit war der Doppelsieg der Deutschen Rodlerinnen perfekt.

Der deutliche Rückstand von 1,139 Sekunden bewies, dass Geisenberger einfach in einer anderen Liga fuhr und ihre Gegnerinnen deklassierte.

DOSB-Präsident Alfons Herman war voll des Lobes über die „Persönlichkeit des Wintersports.“ Geisenberger sei eine Vorzeigeathletin, mit toller Ausstrahlung.

Fünfter Olympia-Triumph in Folge

Mit ihrem Sieg führte die Dritte der olympischen Winterspiele in Vancouver eine stolze Tradition fort. Seit fünf Winterspielen in Folge ging Gold im Einsitzer der Frauen nun schon nach Deutschland.

Sportdirektor Thomas Schwab: „Das ist sensationell, aber so hat Natalie ja schon die ganze Saison gezaubert.“

Hüfner ist durch ihren Gewinn der Silbermedaille nach Silke Kraushaar die zweite Rodlerin, die bei drei Winterspielen in Folgen eine Medaille holte. Ihr starker Auftritt reichte allerdings gegen Überfliegerin Geisenberger in diesem Wettbewerb nicht aus.

<h3<Bahnrekord schockt Konkurrenz
Gleich zu Beginn schockte die 26-Jährige die Konkurrenz mit einem Bahnrekord. Übrigens war ihr das Kunststück schon im ersten Lauf geglückt. Kurz vor dem Start des zweiten Durchgangs riss ihr der Rennschuh. Doch auch dies konnte Geisenberger einfach nicht aus der Fassung bringen.

Geisenberger dazu: „So etwas kann einen aus der Bahn werfen, aber ich bin immer auf alles vorbereitet und hatte einen Ersatzschuh dabei.“

Auch die Nacht Pause bereitete Geisenberger keine Probleme. Fehlerfrei raste sie wie auf Schienen die Bahn herunter.

Vorbild Felix Loch

Noch am Sonntag hatte Geisenberger hautnah miterlebt wie Teamkollege Loch sich die Gold-Medaille sicherte und den Olympia-Thron bestieg. „So etwas beflügelt natürlich“, meinte Geisenberger dann auch. Geisenberger und Loch gehören gemeinsam mit den Doppelsitzern Tobias Wendl/Tobias Arlt zur „Trainingsgruppe Sonnenschein“ in Berchtesgarden.

Völlig überraschend kam Geisenbergers Auftritt allerdings nicht. Bereits den kompletten olympischen Winter dominiert sie eindrucksvoll. Bei achte Weltcupstarts konnte sie sieben Siege einfahren. Ihre einzige Niederlage in diesem Winter fügte ihr ihre Rivalin und Silber-Medaillen-Gewinnerin Hüfner in Oberhof zu.



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