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Olympia: Teamstaffel erfolgreich – 4. Goldmedaille im Rodeln

Mit dem Erfolg der Teamstaffel haben die deutschen Rodler bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi nach den drei Siegen in den Einzeldisziplinen ihre Vormachtstellung im Rodeln noch einmal untermauert.

Teamstaffel krönt Leistung der deutschen Rodler

Zum krönenden Abschluss der Rodel-Wettbewerbe sind Natalie Geisenberger, Felix Loch sowie Tobias Wendl und Tobias Arlt nach den Erfolgen in ihren Einzeldisziplinen auch in der Teamstaffel zum Olympiasieg gerast. Chancenlos war die Konkurrenz gegen das bayerische Quartett. Gleichzeitig schrieben die Vier mit ihrem Erfolg bei der Premiere des neuen Wettbewerbs auch noch ein Stück Olympia-Geschichte.

Der vierte Olympiasieg im vierten Rennen – historisch. Damit machten die deutschen Rodel-Asse die beste Ausbeute der Geschichte perfekt. Wie bereits während der gesamten Weltcupsaison drückten die vier Weltmeister auf der „Trainingsgruppe Sonnenschein“ auch den Olympischen Spielen in Sotschi ihren Stempel auf. Nach Belieben beherrschten sie ihre Konkurrenz.

Historischer Erfolg

Natalie Geisenberger legte mit ihrer fehlerfreien Fahrt den Grundstein für den Gewinn der Goldmedaille. Felix Loch konnte mit einem eindrucksvollen Rennen den Vorsprung noch ausbauen. Am Ende fuhren die Doppelsitzer Wendl/Arlt den Sieg souverän nach Hause.

Stolze 1,030 Sekunden betrug der Vorsprung auf die zweitplatzierten Russen. Ganz nebenbei fuhren die furiosen Vier auch noch einen Bahnrekord (2:45, 649 Minuten) heraus. Bronze ging an Lettland.

Zur Olympischen Premiere der Teamstaffel waren 12 Nationen in Sotschi an den Start gegangen. Jede Staffel besteht bei der Teamstaffel aus einem weiblichen und männlichen Rennrodler sowie einem Doppelsitzer. Nacheinander fahren die Piloten die Bahn herunter. Das Startsignal für den Nächsten wird durch eine Wechselklappe der Rodler im Zielbereich ausgelöst. Entscheidend für den Gewinn: die niedrigste Gesamtzeit.

Loch schließt zu Hackl auf

Besonders Felix Loch hatte allen Grund zum Jubeln. Mit seinem insgesamt dritten Olympiasieg konnte der zu seinem großen Idol, Rennrodler-Legende Georg Hackl aufschließen. Hackl zeichnet sich seinerseits übrigens für die Vorbereitung der Schlitten der deutschen Rennrodler verantwortlich und hat somit auch maßgeblich Anteil am Erfolg der Olympioniken. Stolz sagte Hackl: „Sie bringen das ganze Paket mit. Vor allem aber sind sie charakterlich top.“

Kritik von Hüfner

Für etwas Unmut im Lager der deutschen Rodler sorgte die Kritik von Hüfner. Die Zweitplatzierte hatte sich nach ihrer deutlichen Niederlage gegen Geisenberger über eine Ungleichbehandlung im Verband beklagt. Die 30-Jährige aus Friedrichroda: „Denen, die nicht aus Berchtesgaden kommen, wird das Leben schwer gemacht.“



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