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Papst Rücktritt: Intrigen statt Gesundheitsprobleme als Grund?

In wenigen Tagen tritt der Papst von seinem Amt zurück. Am Sonntag sprach Papst Benedikt XVI. zum letzten Mal das Angelus-Gebet. Nach offiziellen Angaben verkündete der Papst seinen Rücktritt zum Ende des Monats aus gesundheitlichen Gründen. Offenbar gibt es nunmehr daran aber Zweifel.

Mehrere Medien berichten, dass nicht die nachlassende Gesundheit der Grund für den Rücktritt gewesen sei, sondern zahlreiche Intrigen im Vatikan. Zudem sollen weitere Enthüllungen folgen. Italienische Medien berichten, dass der Rücktritt des Papstes begründet liegt, in zahlreichen Intrigen. Diesen Vorwurf wies zwischenzeitlich der Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone zurück.

Der Vatikansprecher Federico Lombardi warnte die Medien zudem davor, Druck auf das Konklave ausüben zu wollen. Insbesondere der sogenannte „Vatileaks-Skandal“ sowie Recherchen, die drei Kardinäle im Auftrag von Papst Benedikt XVI. getätigt haben, sollen dem Papst offenbar zum Rücktritt bewogen haben. Dies berichten übereinstimmend mehrere italienische Zeitungen.

Konklave soll früher als geplant zusammentreten

Offenbar will der Papst noch vor dem offiziellen Ende seiner Amtszeit die drei betroffenen Kardinäle empfangen und diese von der ihnen auferlegten Schweigepflicht entbinden. Der Bericht könnte dann auch eine Grundlage für das bevorstehende Konklave sein. Der Vatikan wies auch diese Meldung als unzutreffend zurück. Bestätigt hat der Vatikan indes, dass der Papst einen Erlass veröffentlichen wird, mit dem Namen „motu proprio“.

Italienische Medien: Homosexuelles Netzwerk im Vatikan

Dieser ermöglicht dem Konklave, früher zusammenzutreten als ursprünglich geplant. Ein weiteres, in den italienischen Medien gestreutes Gerücht, ist, dass der Papst wegen eines angeblichen homosexuellen Netzwerkes im Vatikan zurücktreten würde. Zudem geht in diversen Medien das Gerücht von Erpressung um.

Von den Untersuchungen der drei Kardinäle ist indes bislang nichts an die Öffentlichkeit gedrungen. Offenbar will, sofern die Gerüchte stimmen sollten, der Papst seinen noch geltenden Einfluss dazu nutzen, um das Konklave in seinem Sinne zu beeinflussen und die Kirche vor kriminellen Machenschaften zu bewahren.

Gerüchte über „satanische Sekte“ im Vatikan

Neben dem Kammerdiener des Papstes soll offenbar auch die langjährige Haushälterin Ingrid Stampa in den Fokus der Vatikan-Wächter geraten sein. So soll diese immer noch einen Schlüssel zum Apartment des Papstes besitzen. Ob die Haushälterin insofern ebenfalls Gegenstände und Geheimdokumente mitnehmen konnte, ist fraglich.

Bezüglich des angeblichen homosexuellen Netzwerkes im Vatikan und möglicher damit im Zusammenhang stehender Erpressungen gibt es jedoch nur Gerüchte und keinerlei Anhaltspunkte, die einer Überprüfung zum gegenwärtigen Zeitpunkt standhalten würden. Weitere Gerüchte sprechen von einer “satanischen Sekte“, die innerhalb des Vatikans in Person von Kardinälen ihr Unwesen treiben soll.

Vatikan als Ort der Zusammenkunft von Sündern

Welche Gerüchte letztlich wahr sind und welche in das Reich der Fantasie gehören, lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht feststellen. Was jedoch unbestritten ist, ist die Tatsache, dass der Vatikan trotz aller beschworenen Frömmigkeit, ebenfalls nur ein Ort ist, an dem Menschen mit menschlichen Verfehlungen zusammenkommen. Bereits Jesus sagte: „Wer frei von Sünde ist, der werfe den ersten Stein.“ Insofern ist der Vatikan trotz allem kirchlichen Selbstverständnis nicht frei von Sünde. Inwieweit der Sündenpfuhl allerdings geht, wird entweder die Aufdeckung durch die drei Kardinäle zeigen, oder aber ein glücklicher Zufall ans Tageslicht bringen.



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