Gesellschaft

Papstbesuch in Madrid: Sechs Festnahmen in den Ausschreitungen

Papst Benedikt XVI. ist aktuell zu Besuch in der spanischen Hauptstadt Madrid, doch zuvor fanden Demonstrationen gegen den Besuch des Oberhauptes der katholischen Kirche statt. Diese Demonstration eskalierte und im Zuge dessen wurden zwei Polizisten verletzt, sechs Teilnehmer der Demonstration wurden vorübergehend festgenommen. Anlass des Besuches ist der so genannte Weltjugendtag der katholischen Kirche. gegenstand der Kritik sind die Kosten für den pompösen Besuch von 50 Millionen Euro. Während Spanien sich in einer Wirtschaftsrezession befindet und seit Wochen junge Menschen ohne Perspektive in Madrid demonstrieren, sind die Kosten ein Dorn im Auge der Gegner, obschon die katholische Kirche behauptet, dass keine spanischen Steuergelder für diesen Anlass verwendet wurden.

4000 Menschen fanden sich auf den Straßen Madrids ein und protestierten lautstark gegen den Papstbesuch. Im Verlauf des Demonstrationszuges eskalierte die Situation und die Demonstranten gerieten mit der Polizei in Auseinandersetzungen, elf Teilnehmer wurden verletzt. Daneben wurde bekannt, dass anscheinend ein 24 jähriger Student aus Mexiko einen Anschlag auf den Papst plante, dieser wurde vereitelt und der Student wurde festgenommen.

Der Weltjugendtag wurde von Papst Johannes Paul II 1984 initiiert, die diesjährige Veranstaltung läuft unter dem Motto: “ In ihm verwurzelt und auf ihn gegründet, fest im Glauben.“ Zur Demonstration gegen den Besuch des Papstes riefen rund 140 Organisationen auf.



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