Gesundheit

Paracetamol: Ärzte verlangen Rezeptpflicht

Ärzte wollen die bisher frei verfügbar in Apotheken erhältlichen Paracetamol Tabletten mit einer Rezeptpflicht belegen. Die Deutschen greifen häufig zu dem beliebten Schmerzmittel. Bei leichten bis mittelstarken Schmerzen bietet sich der Wirkstoff als schnell verfügbare und einfach erhältliche Lösung gegen den Schmerz an. Doch nun warnen Ärzte vor dem Wirkstoff.

Paracetamol: 8 Gramm führen zu Leberversagen

Professor Kay Brune von der Universität Erlangen erläuterte gegenüber dem Magazin „FOCUS“, dass eine Menge von acht Gramm Paracetamol bereits zu akutem Leberversagen führen könne. Dies entspricht der Einnahme von 16 Tabletten. Die Gefahr der Leberschäden ist seit Längerem bekannt, allerdings wurde bisher nicht gehandelt, da der Wirkstoff zumeist in Dosen von 500 mg und weniger eingenommen wird. Kleinere Mengen auf Dauer eingenommen, können ebenfalls Leberschäden verursachen, so einige Wissenschaftler. Insbesondere Ärzte in Notaufnahmestationen haben oft mit dem Phänomen der Paracetamol-Einnahme in suizidaler Absicht zu tun. Gerade in diesen Fällen müssen die Ärzte schnell und umfassend handeln, um den Patienten vor einem akuten Organversagen zu bewahren. Auch dieser Aspekt, also der Aspekt der leichten Verfügbarkeit, ist ein weiteres Argument für eine Verschreibungspflicht, so einige kritische Ärzte.



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