Versicherung & Vorsorge

PKV-Verband- mehr Wechsel aus GKV in die PKV

Der Verband der Privaten Krankenversicherungen (PKV-Verband) kommt zum Ergebnis, dass mehr Versicherte aus der Gesetzlichen Krankenversicherung )GKV) in die PKV wechseln, als andersherum, trotz anderslautender Stimmen aus der Politik. Demnach hätten 2011 159.4000 Versicherte der PKV in die GKV gewechselt, von der GKV in die PKV wechselten aber 235.700 Versicherte. Heißt konkret, dass die PKV einen Zuwachs von 76.3000 Versicherten verzeichnen konnte. Dieser Trend setzt sich über Jahre schon hinfort, stets verzeichnet die PKV jährlich Zuwächse, weil mehr Menschen aus der GKV in die PKV wechseln.

Wechsel von PKV in GKV aufgeschlüsselt

Viele der Versicherten, die im vergangenen Jahr auf die Private Krankenversicherung verzichten mussten um in die GKV zu wechseln, hätten dies gegen ihren Willen tun müssen, so der PKV-Verband. Zu nennen seien Schüler und Studenten, die zuvor in der PKV waren, aber durch die Aufnahme eines neuen Arbeitsplatzes in die GKV wechseln mussten. Angestellte, die in die PKV wollen, müssen mit ihrem Einkommen die so genannte Versicherungspflichtgrenze überschreiten, in diesem Jahr liegt diese bei 50.850 Euro. Erst wenn Angestellte diese Summe überschreiten, könnten sie in die PKV wechseln. Doch in der Realität verdienen die wenigsten Studienabgänger auf Anhieb so viel, und müssen deswegen zurück in die GKV. Freiberufler (Ärzte, Anwälte), Beamte und Selbstständige bleiben von dieser Regelung unberührt. So ließe es sich erklären, warum 37.3000 junge Erwachsene (24,35 % aller Wechsel) auf die PKV verzichten und nun in der GKV versichert seien. Daneben seien 38.000 Selbstständige, 24.400 Beihilfsempfänger und 15.400 Angestellte in die GKV zurückgewandert.

Beitragssenkung in der Privaten Pflegepflichtversicherung

Der PKV-Verband rühmt sich, die Beiträge in der Privaten Pflegepflichtversicherung gesenkt zu haben. Bezahlte 1995 ein 35 Jähriger im Durchschnitt 26,41 Euro monatlich in die Pflegekasse, seien es heute bei einem 52 Jährigen nur noch 23,23 Euro, bei ausgeweitetem Leistungsangebot in der Pflegeversicherung. Doch hier verschweigt der PKV-Verband, dass um die Jahrtausendwende viele ältere Versicherte der PKV freiwillig in die GKV wechselten, da die damalige Bundesregierung einen Wechsel von der PKV in die GKV ab dem 55. Lebensjahr untersagte. Von dieser „Flucht“ profitieren heute die Versicherten der PKV, dementsprechend sinken die Beiträge in der Privaten Pflegepflichtversicherung. Doch dieser Effekt könnte sich als Bumerang entwickeln, in der Zukunft müssten die Beiträge in der Privaten Pflegepflichtversicherung angepasst werden. Wer Interesse hat von der GKV in die PKV zu wechseln, sollte einen  PKV Vergleich nicht scheuen.

 



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