Versicherung & Vorsorge

Politik diskutiert über Zukunft der privaten Krankenversicherung

Die einen loben das duale Gesundheitssystem in Deutschland, für die anderen ist es einfach nur ungerecht. Nicht nur in der Bevölkerung wird diskutiert, ob es die PKV, die private Krankenversicherung und die GKV, die gesetzliche Krankenversicherung geben soll, auch in der Politik wird laut darüber nachgedacht, ob es nicht nur eine einheitliche Bürgerversicherung für alle geben soll.

In den Schlagzeilen

In den letzten Monaten war die private Krankenversicherung mehr als einmal in den Schlagzeilen. Zu drastische Beitragserhöhungen, zu verwirrend und vor allem nicht mehr zeitgemäß, nennen Politiker der SPD, der Grünen und der Linken die PKV. Es könne in der heutigen Zeit nicht mehr sein, dass es bei der Krankenversicherung ein Art Zweiklassensystem gibt, in dem nur Beamte, Selbstständige und Besserverdiener sich eine private Krankenversicherung leisten können, während die Mehrzahl der Bundesbürger mit der gesetzlichen Krankenversicherung leben muss. Sie fordern eine Bürgerversicherung für alle, die nicht nur ein gerechteres System darstellt, sondern auch nicht so kompliziert ist, wie das momentane duale Gesundheitssystem. Politiker der CDU und CSU lehnen diesen Vorschlag ab und verweisen zum Beispiel auf die Krankenversicherung für Existenzgründer, die in dieser Form nur mit der privaten Krankenversicherung machbar ist.

Für die Bürger

Auch wenn die private Krankenversicherung für die Gründer einer Existenz eine reizvolle Alternative ist, bleibt immer noch die Frage nach der sozialen Gerechtigkeit. Viele Menschen in Deutschland machen sich Gedanken über das Gesundheitssystem und nicht wenige würden eine einheitliche Bürgerversicherung begrüßen. Die Regierungsparteien haben allerdings klar gemacht, dass es mit ihnen nicht so weit kommt. Es kann nach Meinung von Unionspolitikern nicht sein, dass das Gesundheitssystem zu einer Art „Einheitsbrei“ verkommt und es keine Möglichkeiten zur Alternative mehr gibt. Hier ist die Politik gefragt, eine gemeinschaftliche Lösung zu finden, denn viele Menschen in diesem Land möchten ein vereinfachtes System, wenn es um die Krankenversicherungen geht.

Besserung in Sicht

Es ist jedoch auch Besserung in Sicht. So wurden innerhalb der letzten Monate viele Verbesserungen innerhalb der PKV realisiert. Ab dem 01.04. tritt so beispielsweise die neue Provisionsregelung der PKV in Kraft, welche die maximale Maklerprovision auf 9 Monatsbeiträge begrenzt. Dies soll helfen, das Vertrauen der Verbraucher in die PKV zu stärken und gleichzeitig die Abschlusskosten der PKV zu senken. Auch für das Problem der immer weiter steigenden Beiträge gibt es einige gute Lösungsansätze. So planen die HUK Coburg und die Debeka Krankenversicherung, absehbare Kostensteigerungen bereits im Vorfeld in die Beitragsberechnung der PKV zu integrieren, um so langfristig für stabilere Beiträge zu sorgen.



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