Finanzen & Recht

Private Krankenversicherung: Beiträge 2014 meist stabil

Kurz vor Beginn des neuen Jahres stellen sich zahlreiche privat Krankenversicherte die Frage, ob Ihre Versicherungsgesellschaft für das kommende Jahr eine PKV Beitragserhöhung 2014 vornimmt. Spätestens Ende November versenden die privaten Krankenversicherungen ihre Mitteilung über eine mögliche Beitragsanpassung in 2014 an die Versicherten.

Unter anderem sind Versicherte der Axa und der Central Krankenversicherung von einer Beitragserhöhung in 2014 betroffen, wie hier zu lesen ist. Stabile Beiträge sind unter anderem bei der Debeka und der DKV in manchen Tarifen zu erwarten. Jedoch kann bereits jetzt festgestellt werden, dass die private Krankenversicherung Beiträge 2014 deutlich stabiler bleiben als noch in 2013.

PKV Beitragserhöhung 2014: Beitragsanpassung in 36% der Fälle

Auch Versicherte der UKV Union sowie der Continentale und der BBKK müssen sich auf höhere Beiträge im kommenden Jahr 2014 einstellen. Als Hauptgrund nennen die Versicherer den niedrigen Rechnungszins. Durch eine erneute Absenkung können die Versicherungsunternehmen ihre PKV Beiträge 2014 nicht mehr stabil halten. Nach aktuellen Berechnungen müssen rund 36 Prozent der privat Krankenversicherten für das kommende Jahr mit einer Beitragserhöhung rechnen.

Bafin: Viele PKV Unternehmen haben Probleme mit dem Rechnungszins

Im Frühjahr diesen Jahres hat die Bafin errechnet, dass 18 Krankenversicherungsunternehmen nicht genug Einnahmen erwirtschaften, um den Rechnungszins stabil zu halten. Bereits im Dezember vergangenen Jahres hatten einige Versicherungsunternehmen angekündigt, für Neukunden den Rechnungszins von ursprünglich 3,5 Prozent auf nunmehr 2,75 Prozent abzusenken. Weil die Niedrigzinsphase jedoch fortdauert, müssen nun auch Bestandskunden in die Kalkulation einer Rechnungszinsabsenkung miteinbezogen werden.

Auch Allianz Krankenversicherung erhöht Beiträge zum 01.01.2014

So teilte die Continentale mit, dass eine schrittweise Senkung des Rechnungszinses auch in den alten Tarifen vorgenommen werden müsse. Die Beitragsanpassung erfolgt jedoch auch bei Unternehmen wie der Württembergischen, der LVM, der R+V, der SDK sowie der Alten Oldenburger. Die Beitragserhöhung erfolgt hierbei jeweils zum 1.1.2014.

Bislang versuchten viele private Krankenversicherer die Beitragsentwicklung im Rahmen zu halten. Zahlreiche Versicherungsunternehmen halten ihr Versprechen der Stabilität und damit der stabilen Beiträge. Allerdings können auch Schwergewichte wie die Allianz oder die Axa keine Beitragsgarantie hinsichtlich der weiteren Beitragsentwicklung garantieren.

Die Allianz erhöht beispielsweise zum 1.1.2014 sowohl die Beiträge für Kinder wie auch für Jugendliche. Auch in den alten Bisex-Tarifen für Männer und Frauen sowie in den erst kürzlich eingeführten Unisex-Tarifen erhöht die Allianz zum Jahresbeginn ihre Beiträge.

Continentale, LKH, Alte Oldenburger und Münchener Verein

Gleiches gilt für alle erwähnten Tarife auch für die Alte Oldenburger. Dem hingegen kommt es zu einer Beitragserhöhung bei Kindern und Jugendlichen sowie bei den Bisex-Tarifen für Männer bei der Continentalen. Die LKH führt eine Beitragsanpassung im Jahr 2014 für Kinder, Jugendliche sowie für Männer-und Frauentarife der alten Regelung durch. Der Münchener Verein erhöht den Beitrag hingegen in allen betroffenen Tarifklassen, also für Kinder und Jugendliche sowie für den Bisex-Tarif für Männer und Frauen sowie für die Unisex-Tarife. Die Debeka hingegen verspricht für das kommende Jahr keine Beitragsanpassung durchzuführen.

Deutscher Ring und Gothaer und Debeka Krankenversicherung mit stabilen Beiträgen in 2014

Ebenfalls stabile PKV Beiträge in 2014 garantiert der Deutsche Ring sowie die Gothaer Krankenversicherung. Bei der Gothaer sollen die Beiträge in dem Krankenvollversicherungstarif „MediVita“ sowie in den Zusatztarifen „MediVitaZ“, „MediNatura“ und „MediClinic“ bis zum 1. Januar 2015 stabil bleiben. Daneben gibt es auch Unternehmen, die in einzelnen Bereichen ihren Beitrag zum 1.1.2014 sogar absenken.

Wer von einer Beitragserhöhung betroffen ist, genießt ein Sonderkündigungsrecht. Betroffene Versicherte können entweder die Versicherungsgesellschaft wechseln oder aber bei dem gleichen Versicherer einen anderen günstigeren Tarif mit ähnlichen Leistungen verlangen. Grundlage hierfür stellt § 204 des Versicherungsvertragsgesetzes dar.

Beim Wechsel der PKV die Empfehlungen der Stiftung Warentest beachten

Für wen ein Wechsel der privaten Krankenversicherung in Betracht kommt, sollte sich vorher einen guten Überblick über die Tariflandschaft verschaffen. Denn so groß und vielfältig das Angebot ist, so unüberschaubar sind die diversen Tarife und Preise. Hier helfen die Empfehlungen der Stiftung Warentest, die sämtliche private Krankenversicherungen einem Test unterziehen.

PKV Beiträge 2014 berechnen

Wer von einer Erhöhung der privaten Krankenversicherung Beiträge 2014 betroffen ist, hat eine Frist von sechs Wochen für die Kündigung des Vertrags und dem Abschluss einer neuen Versicherung. Um zu erfahren, wie hoch die Beiträge je nach Alter, Beruf und Leistungsumfang in etwa sind, kann ein Private Krankenversicherung Rechner wie hier online und kostenlos genutzt werden.

 



Erstellen Sie den ersten Kommentar!

Kommentieren

Sie müssen eingeloggt sein um zu kommentieren.