Gesundheit

Private Krankenversicherung: Beitragserhöhung 2012 der Central schlägt ein

Aus aktuellem Anlass: Auch in 2013 nehmen private Krankenversicherer Beitragsanpassungen ihrer PKV Tarife vor. Lesen Sie hier alles Wichtige zur PKV Beitragserhöhung 2013

Auch in diesem Jahr werden wieder viele Versicherte der PKV von ihren Versicherern die Beitragsanpassung für das neue Jahr erhalten. Die Beitragserhöhung privater Krankenversicherungen 2012 fällt in einigen Fällen weit im zweistelligen Bereich aus. Besonders die Central-Krankenversicherung und die ARAG treten mit hohen Tariferhöhungen hervor. Aber auch Versicherte der Gothaer und der DKV dürften sich teilweise sehr geärgert haben. Bei den beiden letztgenannten Versicherern waren insbesondere Tarife mit hoher Selbstbeteiligung von einer überdurchschnittlichen Beitragserhöhung betroffen. Was aber können von einer Beitragserhöhung betroffene Versicherte tun, um ihre Kosten zu minimieren? Ist möglicherweise ein Wechsel der privaten Krankenversicherung sinnvoll?

Ausserordentliche Kündigung nach Beitragserhöhung in 2012 möglich

Zunächst einmal steht jedem Versicherten in der PKV nach § 204 des Versicherungsvertragsgesetzes das Recht auf einen Tarifwechsel zu. Bei Versicherten über 65 Jahren ist der Versicherer zudem im allgemeinen vielfach dazu verpflichtet, den Versicherten einen kostensenkenden Alternativvorschlag in einem anderen PKV Tarif zu unterbreiten. Jüngere Kunden indes müssen um einen Tarifwechsel zum Teil wie auf einem Basar feilschen. Dabei haben die PKV-Versicherer seit dem 1. Januar 2009 ihre schärfste Argumentationswaffe verloren, gemeint sind die Altersrückstellungen. Diese galten bei einem Anbieterwechsel bis zu diesem Datum als verloren. Seit 2009 haben die Versicherten nun jedoch die Möglichkeit die Altersrückstellungen zum neuen n Anbieter mitzunehmen. Insofern dürften sich die Versicherer dank der stumpf gewordenen Altersrückstellungswaffe nun allzu gerne auf einen Tarifpoker mit ihren Kunden einlassen.

Sonderkündigungsrecht innerhalb von vier Wochen

Zudem kann sich jeder Versicherte auf ein Sonderkündigungsrecht von einem Monat, gerechnet seit dem Zugang der Beitragserhöhung berufen. Auch dieses Argument dürfte es dem PKV-Kunden erleichtern, einen Tarifwechsel bei dem bisherigen Anbieter durchzusetzen. Sollte dieser immer noch mauern, so kann der Versicherte auf die gesetzliche Verpflichtung zum PKV Wechsel verweisen. Spätestens jetzt dürfte dem PKV-Versicherer keine andere Wahl als der Tarifwechsel bleiben. Allerdings sollten Versicherte sich die berechtigte Frage stellen, ob ein Unternehmen, dass derart kundenunfreundlich agiert noch der richtige Anbieter ist.

PKV-Angebote vergleichen und Test privater Krankenversicherungen der Stiftung Warentest beachten

Deshalb sollten PKV-Versicherte sich auf PKV-Vergleichsportalen immer einmal die neuesten Angebote und Vergleiche ansehen. Insbesondere Aspekte wie Kundenzufriedenheit, Service und Beitragsstabilität sollten in die Betrachtung mit einbezogen werden. Bei einem Wechsel der PKV innerhalb des Unternehmens kann eventuell eine maximale Kostenersparnis durch eine Erhöhung der Selbstbeteiligung erreicht werden. Auch eine Herausnahme von Leistungen aus dem Leistungskatalog kann ein nützliches Mittel zur Kostenminimierung darstellen. Versicherte sollten hierbei jedoch bedenken, welche Leistungen unbedingt beibehalten werden sollten und welche überflüssig sind. So kann beispielsweise die Herausnahme von Leistungen im Bereich „Naturheilkunde“ ein Kostensenkungsbeitrag sein.

Einen Nachteil bei einem Private Krankenversicherung Wechsel sollten Versicherte jedoch bedenken. Das Eintrittsalter steigt und damit auch der Grundbeitrag. Zudem kann die Neueinstufung mit einer erneuten Gesundheitsprüfung verbunden sein. Aus diesem Grunde sollten Versicherte einen Anbieterwechsel nur als letzte Möglichkeit in Betracht ziehen und sich vorab über die Testberichte der Stiftung Warentest zur privaten Krankenversicherung erkundigen. Die Schreiben der Gesellschaften zu eventuellen Beitragserhöhungen der PKV in 2012 wurden oder werden noch in diesen Tagen verschickt.



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