Politik

Raketenangriffe auf Israel und der Gegenschlag- die Gewaltspirale dreht sich weiter

Nach dem gestrigen Attentat auf einen Reisebus im Süden Israels, mit acht Toten und 20 Verletzten, und dem drauffolgenden Gegenschlag der israelischen Armee auf PRC-Mitglieder im Gaza-Streifen, dreht sich die Gewaltspirale am heutigen Tag weiter. So wurden heute aus dem Gaza-Streifen zehn Quassam-Raketen in den Süden von Israel abgefeuert, sieben Menschen wurden verletzt. Betroffen von den Raketenangriffen waren die grenznahen Städte Aschkelon, Be’er Sheva und Kirjat Gat. Bei den Gegenangriffen der Israel Air Force wurden führende Mitglieder der so genannten PRC (Popular Resistance Committees) getötet, doch befinden sich anscheinend auch Kinder unter den Opfern.

Nach Auskunft des Sprechers der IDF (Israel Defence Force) befinden sich weiterhin Ziele im Norden und im Süden im Visier der Luftwaffe, so soll eine Waffenfabrik noch angegriffen werden. Am Donnerstag wurde das Elektrizitätswerk in Gaza Stadt und mehrere Schmugglertunnel bombardiert. So wurden fünf Menschen getötet, die ägyptische Armee habe zwei weitere Menschen getötet, berichtet die israelische Zeitung Haaretz. Bei den Angriffen auf Südisrael am Donnerstag sollen 15 bis 20 Angreifer involviert gewesen sein, viele von denen konnten entkommen. Die IDF vermutet, dass der Angriff geplant wurde um einen Soldaten der IDF (wie im Fall von Gilad Schalit, der seit 2006 als Geisel genommen wurde) zu entführen.

Premierminister Netanyahu gibt sich kämpferisch und betont, dass die israelische Armee adäquat antworten werde, also jeweils einen Gegenangriff fahren werde. Im Gaza-Streifen hat im Wesentlichen die Hamas das Sagen, in ihrer selbstverliehenen Charta wird dem Staat Israel das Existenzrecht abgesprochen und die Protokolle der Weisen von Zion, nachweislich ein Schmähpamphlet aus dem zaristischen Russland, als wahr bezeichnet. Im Gegenzug befinden sich 1,5 Millionen Menschen im Gaza-Streifen und genießen nur rudimentäre Reisefreiheiten, die Wirtschaft ist völlig am Boden. Seit Bestehen des Staates Israels 1948 verlangt der Palästinakonflikt Opfer. Ob die aktuellen Kampfhandlungen einzelne Scharmützel darstellen, oder ob die Situation eskaliert und in einen kriegerischen Konflikt mündet, bleibt offen, fest steht nur, dass sich die Gewaltspirale weiter drehen wird.



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