Geld & Investment

Ratensparen: Das empfiehlt Stiftung Warentest

Das Sparbuch ist neben dem Ratensparplan der Klassiker unter den deutschen Sparanlageformen.

Die Rendite lässt jedoch laut Test der Stiftung Warentest / Finanztest oft zu wünschen übrig.

Mit Produkten wie „Flexi-Sparen“, „Kombi-Sparen“ und anderen versuchen die Banken und Sparkassen, die teilweise niedrigen Zinsen an den Kunden zu bringen.

Finanztest nimmt Zinsen unter die Lupe

In der letzten Erhebung zu Banksparplänen von der Stiftung Warentest (Finanztest 9/04) wurden Zinssätze zwischen 3,5 und 4,4 Prozent erzielt. Bedingt durch die aktuelle europäische Kapitalmarktsituation haben die Banken ihre Zinsen für Sparpläne teilweise weit nach unten korrigiert.

Mit Datenstand vom letzten Test der Stiftung Warentest würde eine monatliche Sparrate von 100 Euro nach 18 Jahren, bei einem Zinssatz von 3,5 Prozent 29954 Euro erzielen. Bei einer Nettorendite von 4,4 Prozent würde der Sparer 32685 Euro ausbezahlt bekommen.

Banken halten Basisverzinsung oft niedrig

Zumeist sind die Angebote der Banken so konstruiert, dass der Basiszins sehr niedrig gehalten wird. Mittels Bonuszahlungen oder Zuschlägen wird dieser allerdings zu bestimmten Stichtagen erhöht. Bei festen Zinsen kann der Sparer stattdessen mit festen Beträgen kalkulieren. Oftmals vergeben die Banken jedoch variable Zinsen, die eine Berechnung des Endsaldos oftmals erschwert.

Mittlerweile gibt es ein Bundesgerichtshofurteil, dass besagt, dass im Sparvertrag eine feste Bezugsgröße aufgeführt sein muss. Viele Banken haben jedoch auf dieses Urteil noch nicht reagiert und den Zins noch nicht angepasst. Vielfach werben die Banken mit einem Bonus in Höhe von 50 Prozent und mehr.

Dieser Bonus bezieht sich jedoch häufig nicht auf den angesparten Betrag, sondern nur auf den Zinsanteil. Letztlich wird dadurch ein Zins von zwei auf lediglich drei Prozent angehoben.

Stiftung Warentest: Sparpläne mit unterschiedlicher Laufzeit bewertet

Die Stiftung Warentest zeigt, dass der Cosmos Finanzservice mit seinem Produkt „Immobilien-Sparplan“ lediglich einen Basiszinssatz von 1,75 Prozent bietet. Durch Bonuszahlungen ist eine stückweise Erhöhung auf bis zu 3,51 Prozent möglich. Die maximale Laufzeit beträgt 8 Jahre.

Sparplan der DaimlerChrysler Bank

Ein Ansparen kann ab 50 Euro monatlich begonnen werden. Die DaimlerChrysler Bank bietet indes ihren Sparern mit dem „Sparplan“ einen Basiszinssatz von 2,0 Prozent an. Am Ende ist eine maximale Zinsausbeute von 3,02 Prozent möglich. Die Laufzeit beträgt hier jedoch nur 6 Jahre. Der Mindestsparbetrag liegt bei 50 Euro monatlich.

Sparplan der Frankfurter Volksbank

Die Frankfurter Volksbank wirbt mit ihrem Sparplan „Extra 5“. Hier ist eine Anlage bereits ab 30 Euro möglich. Die Basisverzinsung liegt bei 3,25 Prozent und bleibt bis zum Ende des Sparvertrages gleich. Bonuszahlungen sind nicht vorgesehen. Die maximale Laufzeit liegt bei 5 Jahren.

Sparplan der Volkswagen Bank

Die Volkswagen Bank direkt bietet ihren „Auto-Ansparplan“ bereits für eine Mindestrate von 25 Euro monatlich an. Die maximale Laufzeit beträgt bei der Volkswagen Bank 6 Jahre. Der Basiszinssatz liegt bei 2,25 Prozent. Am Ende ist ein maximaler Zinssatz von 3,85 Prozent möglich.

Ebenfalls von der Volksbank Bank direkt stammt der „Direktsparplan“. Dieser kann ab 25 Euro monatlich bespart werden. Hier liegt die maximale Laufzeit bei 10 Jahren. Der Basiszinssatz beträgt 2,30 Prozent. Zum Ende der Laufzeit ist ein maximaler Zinserlös von 4,33 Prozent möglich.

Ähnlich verhält es sich mit den anderen Sparverträgen der Volkswagen Bank direkt. Hier liegt die Laufzeit beim „Ausbildungssparplan“ bei 18 Jahren und beim Vorsorgesparplan bei 30 Jahren.

Beide sind ab 25 Euro monatlich erhältlich. Beiden Sparvertragsvarianten liegt eine Grundverzinsung von 3,50 Prozent und eine maximale Verzinsung von 4,30 Prozent zugrunde.



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