Versicherung & Vorsorge

Rating von Morgen & Morgen zur Privaten Krankenversicherung

Die Analysten von Morgen & Morgen veröffentlichten jetzt wieder ihr jährliches Rating zur Privaten Krankenversicherung (PKV). Das Rating förderte zutage, dass die PKV die diffizile Situation an den sehr Kapitalmärkten spürt. Im Vergleich zum vorherigen Jahr kam es beispielsweise zu einer Absenkung der durschnittlich anfallenden Nettoverzinsung.

Dadurch kommt es zu einer Absenkung des Aktuariellen Unternehmenszinses. Die Versicherer ermitteln einmal jährlich den Aktuariellen Unternehmenszins. Dies geschieht deshalb, weil dadurch eine Anpassungdes Rechnungszinses möglich ist. Derzeit liegt der aktuelle Rechnungszins bei 3,5 Prozent.

Einige der PKV-Versicherer planen aber offenbar, den Zins auf 2,75 Prozent abzusenken. Andere Versicherer haben diesen Schritt bereits vollzogen. Eine Absenkung des Rechnungszinses indes bewirkt wiederum eine Beitragserhöhung für die Kunden der PKV.

Auffällig ist eine Annäherung der Unternehmen im Mittelfeld

Insgesamt testete Morgen & Morgen 32 PKV-Unternehmen. In diesem Jahr wurden nur drei Versicherer der Privaten Krankenversicherung mit der Höchstpunktzahl von fünf Sternen ausgezeichnet. Was sich abzeichnet, ist indes eine Verdichtung im Mittelfeld. Der Geschäftsführer des Analysehauses Morgen & Morgen, Stephan Schinnenburg, sieht in der Verdichtung des Mittelfeldes denn auch einen Beleg dafür, dass die PKV-Unternehmen für die Zukunft gut aufgestellt sind.

Für die Analyse hat der Analyst insgesamt zehn Kennzahlen der Unternehmensbilanzen der einzelnen PKV-Versicherer über einen Zeitraum von fünf Jahren erhoben. Neben den Angaben zu den Kosten und dem Wachstum ermöglicht die Erhebung von Morgen & Morgen demnach auch eine Überprüfung der Solidität.

Debeka unter den besten PKV-Unternehmen der Analyse

Zu den Siegerunternehmen gehören mit insgesamt fünf Sternen Die Alte Oldenburger, die Debeka sowie die DEVK. Mit vier Sternen wurden die Allianz, die Concordia, der Deutsche Ring, die LKH, die LVM, die Mecklenburgische Krankenversicherung, die R+V-Krankenversicherung, die Provinzial sowie die Signal Krankenversicherung ausgezeichnet.

Das untere Mittelfeld wird mit jeweils drei Sternen durch die Continentale, die Barmenia, die DKV, die HanseMerkur, die Hallesche, die Nürnberger, die Pax-Familienfürsorge und die SDK belegt. Lediglich zwei Sterne erhielten die BBKK, die Gothaer, die HUK-Coburg, die UKV, die Inter, die UniVersa sowie die Württembergische.

Die Central und AXA gehören zu den Verlierern der Erhebung

Absolute Schlusslichter mit nur einem Stern wurden die Mannheimer, die Central, der Münchener Verein und die AXA. Die mit fünf Sternen versehenen Krankenversicherer dürfen sich fortan mit dem Qualitätsstatus „ausgezeichnet“ schmücken. Vier Sterne bewerten ein „sehr gut“, drei Sterne stehen in der Analyse für „zufriedenstellend“, zwei Sterne bezeichnen Versicherer mit schwachen Kennzahlen und ein Stern bezeichnet sehr schwache Unternehmenskennzahlen.

Was bei der Analyse von Morgen & Morgen auffällt, ist die Tatsache, dass Private Krankenversicherer mit schlechten Noten bezeichnet werden, die in Erhebungen anderer Testinstitute im oberen Bereich angesiedelt sind. Exemplarisch ist hier die HUK-Coburg zu nennen, aber auch die HanseMerkur wird bei anderen Testinstituten in den Rankings weiter oben angesiedelt.

Interessant ist auch der Vergleich der vielen Testberichte zur privaten Krankenversicherung untereinander. Teils sind große Abweichungen in den Testergebnissen zur PKV festzustellen.



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