Newsticker

Rentenbeitrag steigt: Rentenreform kostet 60 Milliarden

Die Rentenkassen in Deutschland müssen sich nach der Rentenreform 2014 laut Koalitionsvertrag auf weitere Kosten von etwa 60 Milliarden Euro gefasst machen.

Diese Berechnung legt das Bundesarbeitsministerium zugrunde.

Diese zusätzliche Belastung bis 2020 der Rentenversicherung soll nicht über Steuermittel finanziert werden. Eine teilweise Finanzierung der Rentenreform über Steuern soll frühestens ab 2019 erfolgen, belegt der Gesetzesentwurf der Großen Koalition.

Beitragssatz zur Rentenversicherung steigt

Zunächst soll die Finanzierung der Mehrausgaben im Zuge der Rentenreform 2014 über die Beibehaltung des Rentenversicherungsbeitrags erfolgen. Anfangs wurde noch über eine Entlastung der Privateinkommen und der Arbeitgeber durch die Senkung des Rentenbeitrags spekuliert.

Aktuell beträgt der Beitragssatz zur Rentenversicherung 18,9 Prozent. Dieser soll ab 2019 auf 19,7 Prozent steigen. Das sei nötig, um die Finanzierung der steigenden Mütterrente und der kommenden Rente mit 63 Jahren ohne Abzüge ohne Steuermittel realisieren zu können.

„Mütterrente“ und „Rente mit 63 ohne Abzüge“

Wie Arbeitsministerin Andrea Nahles ferner bekannt gab, sollen lediglich Jene Rentner in den Genuss der „Rente mit 63 ohne Abzüge“ gelangen, die nach 45 Beitragsjahren während ihrer Arbeitslosen Zeit Bezieher von Arbeitslosengeld I waren.

Die abschlagsfreie Rente mit 63 laut Koalitionsvertrag 2014 gelte nicht in vollem Umfang für jene Langzeitarbeitslosen, die Bezieher von Hartz-IV waren.

Die neue Mütterrente sieht eine Rentenerhöhung von 28 Euro pro Monat im Westen und 26 Euro im Osten für kinder vor, die vor 1992 geboren wurden.



Erstellen Sie den ersten Kommentar!

Kommentieren

Sie müssen eingeloggt sein um zu kommentieren.