Versicherung & Vorsorge

Riester-Rente: von der Leyen will Gebühren-Deckelung

Die Ministerin für Arbeit und Soziales, Ursula von der Leyen (CDU), will die so genannte Riester-Rente verbessern, unter anderem fordert sie eine Deckelung der Gebühren bei einem Wechsel der Anbieter für die Riester-Produkte. Ferner soll ein Produktinformationsblatt, ähnlich wie der Beipackzettel bei Medikamenten, die Kunden über die Risiken und die Möglichkeit für ihre Art der Riester-Rente aufklären.

Dennoch betont das Arbeitsministerium, dass eine private Vorsorge für die Altersvorsorge im Zuge des rückgängigen Sicherungsniveaus unverzichtbar bleibe, trotz des Geständnisses, dass der Markt für Riester-Produkte unüberschaubar sei.

Zehn Jahre Riester-Rente- und die Versicherer gewinnen

Die Reform der Rentenversicherung in 2001 gilt als Geburtsstunde der so genannten Riester-Rente, inzwischen sollen 14,4 Millionen Bundesbürger eine Art der Riester-Rente abgeschlossen haben. So können beispielsweise Bausparverträge bezuschusst werden, wenn diese später zum Erwerb eines Eigenheims genutzt werden.

Die Palette der Angebote ist inzwischen so umfangreich, dass eine einfache Übersicht schier unmöglich erscheint. Immer wieder betonen unabhängige Beobachter, dass die meisten Riester-Renten nur zum Vorteil der Anbieter gewichtet sind. Die Fülle der Angebote führt auch zur Verwirrung unter den Versicherten. Genau hier will von der Leyen Transparenz und eine Möglichkeit der Vergleichbarkeit schaffen.

Gebührendeckelung gefordert

Die Bundesministerin will bei einem Wechsel der Anbieter für Riester-Rente eine Gebührendeckelung bei 150 Euro einführen, zudem sollen bei einem Wechsel keine weiteren Gebühren beim neuen Anbieter anfallen dürfen, also weder Anschluss- noch Vertriebskosten.

Darüber hinaus sollen Riester-Produkte besser kontrolliert werden, dazu sollen neue Bußgeldbestimmungen eingeführt werden, falls Versicherer ihrer Informationspflicht nicht nachkommen. Versicherte sollen künftig ein Sonderkündigungsrecht erhalten, falls die Versicherung Fehlinformationen liefert. Die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) soll in Zukunft die breite Variation an Riester-Produkte besser überprüfen.

Ferner sollen Riester-Kunden an den so genannten Risikoüberschüssen besser beteiligt werden, so werden Überlegungen angestellt, ob der Anteil der zu vergebenden Überschüssen von 75 % auf 90 % angehoben werden soll. Hierzu sollen die Planungen gemeinsam mit dem Bundesministerium für Finanzen angestoßen werden. Ob von der Leyen bei dem Reformvorhaben für die Riester-Rente die Gebührendeckelung und die anderen Bestimmungen wird einführen können, bleibt abzuwarten.

 



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