Finanzen & Recht

Ritter Sport: Rechtsstreit gegen Stiftung Warentest gewonnen

Der Streit zwischen der Stiftung Warentest und dem Schokoladenhersteller Ritter Sport hat nunmehr ein Ende.

Der Rechtsstreit zwischen Ritter Sport und der Stiftung Warentest wurde beendet und der Schokoladenriese geht als Sieger hervor.

Das LG München I bestätigte gestern eine einstweilige Verfügung. Dabei obsiegt Ritter Sport als Schokoladenriese gegen die Stiftung Warentest.

Ritter Sport „Voll Nuss Schokolade“

Dabei ging es bei dem Streit hauptsächlich um die Kennzeichnung eines Vanillearomas. Dabei entschied das LG München I nunmehr, dass die Stiftung Warentest nicht mehr behaupten darf, dass die Voll-Nuss-Schokolade, die von Ritter Sport hergestellt wird, ein chemisch hergestelltes Vanillearoma enthalte.

Urteil des Gerichts: „Irreführung“ nicht gegeben

Die Stiftung Warentest kommt bei diesem Urteil keinesfalls gut weg. So muss sie es nicht nur unterlassen, die Behauptung auszusprechen, dass die Voll-Nuss-Schokolade seitens Ritter Sport in chemisch hergestelltes Vanillearoma enthalte, sondern darf auch nicht mehr behaupten, dass die Sorte „Voll-Nuss“ wegen „Irreführung“ nicht verkauft werden dürfe.

Einstweilige Verfügung gegen Stiftung Warentest bestätigt

Damit hat die 9. Zivilkammer des Landesgerichtes (LG) München I eine einstweilige Verfügung bestätigt. Diese hatte der Konzern Ritter Sport im vergangenen November gegen die Stiftung Warentest erwirkt und nunmehr auch erfolgreich durchgesetzt.

Sollte sich die Stiftung Warentest an diese einstweilige Verfügung nicht halten, droht ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro. Dies wurde im Urteil vom 13.01.2014, Az. 9 O 25477/13 festgelegt und festgehalten.

Auslöser des Rechtsstreits

Der Auslöser des Streites war ein Test gewesen, der sich hauptsächlich um die besagte Vollmilch-Nuss-Schokolade drehte. Diesen hatte die Stiftung Warentest im November letzten Jahres veröffentlicht.

Die Prüfer hatten in eben diesem Ergebnis bemängelt, dass die Ritter Sport-Schokolade nicht ausschließlich aus natürlichen Zutaten bestehe. Es wurde unterstellt, dass hier das chemisch hergestellte Vanillearoma Piperonal enthalten sei. Daher wurde als Gesamtnote im Urteil nur „mangelhaft“ vergeben. Bereits ein Jahr zuvor entdeckte die Stiftung Warentest Alt-Öl Rückstände in der Schokolade von Adventskalendern.

Garantieerklärung des Zulieferers Symrise

Dies wollte Ritter Sport nicht auf sich sitzen lassen, wirbt es doch damit, dass nur natürliche Zutaten in der Herstellung der Schokolade verwendet werden, wie es auch im Zutatenverzeichnis auf der Schokolade zu sehen ist. Nach Angaben der Stiftung Warentest gebe es jedoch kein im industriellen Maßstab gängiges Verfahren, um Piperonal auf nicht-chemischem Wege herzustellen.

Dabei verwies Ritter Sport jedoch auf eine Garantieerklärung des Aromen-Zulieferers Symrise, indem deutlich wird, dass es sich um ein natürliches Aroma handelt, da es ausschließlich natürlichen Ursprungs  und „voll verkehrs- wie auch genussfähig sei“.

Das Urteil wurde vom LG München festgesetzt, da die Stiftung Warentest gegen die einstweilige Verfügung in Widerspruch gegangen war.

Ritter Sport nach wie vor „Quadratisch. Praktisch. Gut“

Ritter Sport ist eine Schokoladenmarke der Alfred Ritter GmbH & Co. KG, die ihren Sitz in Waldenbuch, Baden-Württemberg hat. Die Marke Ritter Sport wurde hier bereits 1932 eingeführt und wurde durch Werbemaßnahmen bekannt gemacht.

Vor allem der Werbeslogan „Quadratisch. Praktisch. Gut.“ hat hier sein Übriges dazu getan. Im Laufe der Jahre wurde die Produktpalette immer mehr erweitert und nunmehr zählt Ritter Sport nach Milka zur zweitbeliebtesten Schokoladensorte in Deutschland.



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