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Rohstoffabkommen: Deutschland erhält Zugang zu Kasachstans Rohstoffquellen

Deutschland hat mit der kasachischen Regierung ein Rohstoffabkommen beschlossen. Ungeachtet von Menschenrechtsfragen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem kasachischen Präsidenten Nursultan Nasarbajew die Rohstoffpartnerschaft stellvertretend für die Bundesrepublik unterzeichnet. Damit erhält die Bundesrepublik das Recht auf Kasachstans Rohstoffe und hier insbesondere die Seltenen Erden, zuzugreifen.

Seltene Erden: Begehrter Rohstoff

Seltene Erden sind essenziell für die Herstellung von Smartphone, Flatscreens und Handys. Der Rohstoff ist einer der Begehrtesten des 21. Jahrhunderts. Merkel betonte im Zusammenhang mit der Unterzeichnung des Abkommens, dass auch Menschenrechtsfragen zur Sprache gekommen seien. Am Nachmittag wurde im Bundeswirtschaftsministerium das Abkommen, mit einem Volumen von drei Milliarden Euro unterzeichnet. Insgesamt handelt es sich bei dem Abkommen um rund 50 Einzelverträge.

BDI: Abkommen begrüßt

Derweil begrüßte der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) das Rohstoffabkommen. Dieses erleichtere die Unternehmenskooperationen und verbessere zudem die Rohstoffsicherheit der deutschen Industrie, so der BDI. Kasachstan liefert derzeit Seltene Erden im Umfang von ein Prozent der Gesamtimporte an Seltenen Erden. Der größte Lieferant ist derzeit China, welches den Weltmarkt mit rund 97 Prozent der Gesamtimporte versorgt. Deutschland hatte bereits im Jahre 2011 mit der Mongolei ein ähnliches Rohstoffabkommen geschlossen. Ziel ist es, sich von Chinas Monopolstellung in Bezug auf die Belieferung mit dem seltenen Rohstoff zu befreien. Dabei gerät Deutschland jedoch abermals in Erklärungsnot aufgrund ungeklärter Menschenrechtsfragen in Bezug auf Kasachstan. Das Steppenland wird von einem autokratischenPräsidenten regiert.



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