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Schalke 04: Jens Keller bleibt Trainer

Nachdem in letzter Zeit immer wieder darüber gemutmaßt wurde, ob Jens Keller als Trainer des Schalke 04 zur anstehenden Bundesliga Rückrunde abgelöst werde, schaffen die Verantwortlichen in Gelsenkirchen nun Klarheit und geben bekannt, dass man mit dem gebürtigen Stuttgarter auch künftig als Trainer plant.

Schalke 04 will mit Jens Keller Kontinuität

Jens Keller stand die Erleichterung regelrecht ins Gesicht geschrieben, als er am Sonntag die Sitzung mit den Vereinsverantwortlichen des Bundesligisten Schalke 04 verliess. Das Zusammentreffen endete für ihn positiv und es wurde bekannt gegeben, dass man auch in Zukunft auf Keller als Trainer von Schalke 04 setze.

Dieser wird sich nun in seiner Person bestätigt fühlen und sich mit neuem Elan der Rückrundenvorbereitung widmen, nachdem man in den vergangenen Interviews seinen Unmut über die fehlende Rückendeckung seiner Vorgesetzten teilweise heraushören konnte.

„Alle Themen wurden konstruktiv und offen besprochen, dabei auch klar analysiert, was es zu verbessern gilt. All dies wird das Trainerteam mit Jens Keller mit Beginn der Rückrundenvorbereitung am 3. Januar konsequent anpacken“, veröffentlichten die Knappen nach der gemeinsamen Hinrundenanalyse auf der Kommunikationsplattform Twitter.

Zeichen standen auf Trennung

Schon im Vorfeld hatte sich Schalkes Ehrenpräsident Gerd Rehberg zu Wort gemeldet und versichert, dass es in der Winterpause zu keinem Trainerwechsel kommen werde. Dieser bekam jedoch prompt die Retourkutsche von Manager Heldt: „Bei allem Respekt: Wenn Clemens Tönnies eine Aussage macht, wenn Horst Heldt eine Aussage macht, dann ist die aussagekräftig. Alles andere ist nicht aussagekräftig.“

Insgesamt war es ein durchwachsenes halbes Jahr für die Königsblaue, mit Hochs und Tiefs. Im DFB-Pokal schied man vorzeitig aus, in der Champions League erreichte man das Achtelfinale und in der Bundesliga steht man nach anfänglichen Schwierigkeiten auf einem akzeptablen siebten Platz.

Aber es komme „nicht allein auf die Punktausbeute an, sondern auf die Art und Weise. Es waren Spiele dabei, da waren wir nicht zufrieden, weil wir einen anderen Anspruch haben. Darüber werden wir in aller Ruhe reden“, erklärte Manager Heldt im Anschluss.

Thomas Schaaf als Trainer heiß gehandelt

Zuletzt war schon von Ex-Bremen-Trainer Thomas Schaaf als möglicher Nachfolger von Keller die Rede. Das nun, seitens der Klubführung, offenbarte Keller-Bekenntnis sollte dem Coach Rückenwind für die anstehende Rückrunde geben, nachdem man sich in der Vergangenheit mit klaren Loyalitätserklärungen in Richtung des Trainers merklich zurückhielt.

Bilanz von Keller: mal hü mal hot

Vor genau einem Jahr übernahm Keller den Trainerposten auf Schalke. Seine Bilanz: 23 Siege in 47 Pflichtspielen, dazu 10 Unentschieden und 15 Niederlagen. Diese nackten Zahlen geben Aufschluss über eine, in weitem Umfang, unbeständige Mannschaftsleistung, die es nun zu verbessern gilt. Das prestigeträchtige Revierderby gegen den BVB ging mit 1:3 verloren.

Nach wie vor plagt den Bundesligisten vor allem die lange Liste der Verletzten. Vor allem das Fehlen wichtiger Leistungsträger wie Youngster Julian Draxler, Kapitän Benedikt Höwedes, Neuzugang Kevin-Prince Boateng und des Langzeitverletzten Niederländers Klaas-Jan Huntelaar macht sich im Schalker Spiel deutlich bemerkbar. Da kommt die Winterpause gerade gelegen, sodass man nun Zeit hat die Heilung der besagten Spieler gezielt voranzutreiben.

Auch Jens Keller reiht sich in Schalker „Verletztenliste“

Die Begegnung am Freitagabend gegen Nürnberg, die mit einem für Schalke durchaus glücklichen 0:0 endete, verfolgte der Trainer nicht von seinem gewohnten Platz auf der Bank.

Schuld daran war jedoch ein Magen-Darm-Infekt, der ihn für kurze Zeit außer Gefecht setzte. Pünktlich zur gemeinsamen Analyse am Sonntag war Jens Keller aber wieder fit. Die anschließende Bekanntgebung seines Verbleibs bei den Königsblauen, dürfte die vollständige Genesung des Trainers dementsprechend positiv beeinflussen.



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