Gesundheit

Schlafstörungen: Ursache zu wenig Tageslicht?

Menschen, die an Schlafstörungen leiden, wissen, wie unangenehm diese sein können.

Viele Betroffene schlafen insbesondere in den Wintermonaten schlecht.

Schuld daran kann ein Mangel an Tageslicht und Bewegung sein.

Tägliches Spazierengehen schafft Abhilfe

Das Deutsche Grüne Kreuz oder kurz DGK, gab in einer Pressemitteilung bekannt, dass viele Menschen schlecht schlafen, weil sie an Tageslicht- und Bewegungsmangel leiden.

Die Betroffenen seien tagsüber unausgeglichen und müde. Dennoch hätten sie Probleme, nachts einzuschlafen und vor allem durchzuschlafen.

Laut der DGK in Marburg helfen gegen die Schlafstörungen tägliche Spaziergänge an der frischen Luft.

Couchpotatoes im Winter

Das Deutsche Grüne Kreuz erklärte, dass viele Menschen sich im Winter überwiegend nur noch in Räumen aufhalten. Darunter würde der Organismus leiden, da ihm der ‚natürliche Zeitgeber‘ genommen werde, hieß es weiter.

Tageslicht ist für den menschlichen Organismus besonders wichtig, da es einen erheblichen Einfluss auf die Produktion des Schlaf- und Erholungshormons Melatonin hat.

Melatonin steuert den Schlaf-Wach-Rhythmus.

Erhöhter Melatoninspiegel durch wenig Tageslicht

Durch zu wenig Tageslicht, ist der Melatoninspiegel auch über Tag erhöht. Für gewöhnlich steigt der Spiegel des sogenannten Schlafhormons erst abends, wenn es dunkel wird an.

Tageslicht und Bewegung an der frischen Luft machen wach. Gleichzeitig wird dafür gesorgt, dass der Melatoninspiegel erst dann ansteigt, wenn er es auch wirklich soll – nämlich abends.

Wer tagsüber wach und munter ist, kann laut DGK, nachts gut schlafen.

Menschen brauchen keinen Winterschlaf

In der kalten und dunklen Jahreszeit gönnen sich die meisten Tiere einen langen und erholsamen Schlaf. Viele Tiere schlafen sogar fast den ganzen Winter hindurch.

Dadurch, dass die Tage kürzer und dunkler sind, entwickeln viele Menschen im Winter Schlafstörungen, erklärte das Deutsche Grüne Kreuz. Durch den Lichtmangel kann der Melatoninspiegel auch tagsüber erhöht sein.

Der Körper kann in diesem Fall nur noch schwer zwischen Tag- und Nachtrhythmus unterscheiden.

Das Immunsystem auf Trab halten

Auch im Winter sollte man leistungsfähig bleiben. Spaziergänge auch bei nasskaltem Wetter, haben gleich mehrere positive Effekte auf den menschlichen Körper. Der Mensch erhält ausreichend Tageslicht und Bewegung. Das nasskalte Wetter kann dabei helfen, dass Immunsystem zu stärken, wenn regelmäßige Spaziergänge genossen werden.

Darüber hinaus wird durch die Bewegung bei Tageslicht vermehrt Serotonin produziert. Das sogenannte Wohlfühl- oder Glückshormon, stimmt den Menschen in der tristen Jahreszeit glücklich und zufrieden. Außerdem wird dadurch die Melatoninproduktion über Tag gehemmt.

Auch an tristen Tagen ausreichend Licht tanken

An bewölkten Tagen bietet das Tageslicht immer noch eine viel höhere Beleuchtungsstärke als künstliches Licht, erklärte die DGK in ihrer Mitteilung. Hierbei handelt es sich um die zehnfache Lichtmenge im Gegensatz zum Kunstlicht. Künstliches Licht bietet 300 Lux. An bewölkten Wintertagen entspricht das Tageslicht etwa 3.000 Lux.

Für einen besseren Schlaf könne man außerdem durch die Herabsenkung der Schlafzimmertemperatur sorgen, heißt es weiter. Es würde ausreichen, die Heizung herunterzudrehen oder das Fenster vor dem Schlafengehen für ein paar Minuten zu öffnen.

Wer im Winter an depressiven Verstimmungen leidet und schlecht schläft, kann sich zudem mit Hilfe einer Tageslichtlampe Linderung verschaffen.

Schlafstörungen lassen sich also am besten durch viel Tageslicht und ausreichend Bewegung beheben.



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