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Schlecker: Ende des einstigen Drogerie-Imperiums wohl besiegelt

Nachdem sich der aus Münchens atmmende Investor Dubag aus den Verhandlungen um die Schlecker Tochterunternehmen „Ihr Platz“ und „Schlecker XL“ zurückgezogen hat, droht nun auch für die Konzerntöchter das endgültige Aus. Rund 5000 Mitarbeiter sind von einer möglichen Schließung betroffen.

Verhandlungen zwischen Hermes und Dubag gescheitert

Die Gläubigerseite und Dubag erklärten am vergangenen Freitag ihre Verhandlungen für gescheitert. Es gab, so beide übereinstimmend, unüberbrückbare Differenzen. Eine Rückkehr an den Verhandlungstisch werde es demnach nicht geben. Der Grund für das Scheitern sei in den Filialen von Schlecker Xl zu suchen, heißt es. Demnach gab es zwischen Dubag und dem größten Gläubiger, Euler Hermes, unterschiedliche Ansichten darüber, was die noch verbliebenen Waren wert seien. Aber auch mietrechtliche und arbeitsrechtliche Fragen sollen nicht abschließend gelöst worden sein.

Gesamtschulden von Schlecker bei rund 700 Millionen Euro

Schlecker schuldet Euler Hermes rund 300 Millionen Euro. Insgesamt betragen die Forderungen laut Insolvenzverwalter rund 700 Millionen Euro. Experten erwarten nun eine Zerschlagung auch der Schlecker-Tochterunternehmen. Von dem einstigen Drogeriekettenimperium bleibt demnach nichts übrig. Leidtragende ist allerdings nicht die Familie Schlecker, der nach mehreren Berichten noch Millionen verbleiben, sondern die Angestellten, die nun bald arbeitslos werden, sollte es nicht überraschenderweise doch noch eine Lösung geben.



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