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Schlecker-Insolvenz: Anton Schlecker geht

In knapp sechs Monaten will der Gründer der Schlecker Drogeriemarktkette Anton Schlecker seinen Posten räumen und den Führungsstab an seine Kinder weitergeben. Dies sagte jetzt Lars Schlecker. Nicht nur viele Kunden hoffen auf tief greifende Veränderungen in dem Ehinger Unternehmen, sondern auch die Mitarbeiter.

Schlecker: Trend verschlafen

Schlecker ging insolvent, weil sich die Drogeriemarktkette nicht dem Trend von Rossmann, DM und Co. anschloss, sondern auf seine engen und kleinen Filialen beharrte. Die Masse sollte den Profit bringen. Auf dem Land ging diese Strategie auch auf. Dort war Schlecker vielfach der einzige Drogeriemarkt. In den Großstädten, wo jedoch die eigentlichen Profite lockten, konnte Schlecker jedoch gegen die Konkurrenz mit seinen kundenunfreundlichen Ladenlokalen nicht bestehen. Daraus resultierte letztlich die Insolvenz, so Experten. Lars Schlecker will indes einen Investor suchen, der der Kette wieder Energie und Leben einhauchen soll. Dieses Leben soll insbesondere durch ein neues Ladenkonzept und eine Imagekampagne eingehaucht werden. Insbesondere die Negativschlagzeilen in Bezug auf das Verhalten von Schlecker seinen Mitarbeitern gegenüber, machte Schlecker zusätzlich zu scahffen. Lars Schlecker sagte zudem, dass sein Vater in die Drogeriemarktkette bereits dreistellige Millionenbeträge investiert habe und nun kein Geld mehr investieren könne. Kritiker sehen indes darin lediglich die Strategie einen Restgeldbetrag zu sichern, falls das Unternehmen komplett abgewickelt werden sollte. Fraglich bleibt auch, ob Anton Schlecker seinen Kindern nicht bereits Besitztümer überschrieben hat, um so das Familienerbe zu sichern.



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