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Schlecker-Insolvenz: 2000 Filialen werden geschlossen- Schliessliste

Die Insolvenz der Drogeriekette Schlecker zieht nun erste Konsequenzen nach sich, nun wurde bekannt gegeben, dass über 2000 Filialen der einst über 5400 Filialen geschlossen werden sollen. Damit sind die Arbeitsplätze von 12.000 Mitarbeiter unmittelbar betroffen, wiewohl der Sozialplan noch ausstehe, da der Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz sich in direkten Verhandlungen mit der Gewerkschaft Verdi befinde. Die Liste der zu schließenden Schlecker-Filialen wurde nun bekannt gegeben.  Die betroffenen Filialen werden letztmals am Samstag, den 24. März geöffnet, die restlichen Lagerbestände sollen mit einem satten Rabatt verkauft werden.

Mitarbeiter per Fax informiert

Die betroffenen Mitarbeiter wurden über die Schließung der entsprechenden Filialen per Fax informiert. Die Meldung der Insolvenz hatte die Mitarbeiter von Schlecker schlimmer erreicht, sie erhielten die Nachricht über die Medien. Der Insolvenzverwalter Geiwitz plant allem Anschein nach ca. 3100 Märkte zu erhalten. Der Sozialplan soll die Kündigung der 12.000 Mitarbeiter abfedern helfen, daneben werde die Finanzierung einer Transfergesellschaft besprochen, so der Verhandlungsführer von Verdi Bernhard Franke.

Keine Beihilfen vom Bund

Fest steht inzwischen, dass die insolvente Schlecker-Kette keine Beihilfen vom Bund erhalten wird. Wirtschaftsminister Rösler (FDP) hatte ein entsprechendes Anliegen abgelehnt.  Die Zuständigkeit für mögliche Beihilfen liege nach EU-Richtlinien beim jeweiligen Bundesland, in diesem Fall ist es Baden-Württemberg. Daneben versucht Gleiwitz weitere Investoren für die angeschlagene Schlecker-Group ausfindig zu machen, schon in den vergangenen Monaten betonte Gleiwitz, die erfolgreichen und profitablen Auslandsgeschäfte von Schlecker nur dann verkaufen zu wollen, wenn kein Investor gefunden werde. Doch inzwischen habe er eine Reihe von möglichen Interessenten gefunden, so Gleiwitz gegenüber der Zeitung Welt. Auf der anderen Seite könne er nicht garantieren, dass Investoren auch wirklich bei Schlecker einsteigen. Für diese wäre es nämlich erst einmal wichtig, dass Schlecker wieder Schwarze Zahlen schreibe, dies sei schon im April angepeilt. Schon 2009 bekundeten eine Reihe von Investoren Interesse an einer Beteiligung, doch im letzten Moment sprangen sie samt und sonders ab.

IhrPlatz Sanierung weniger dramatisch

Die Schlecker-Tochter IhrPlatz, ebenfalls von der Insolvenz betroffen, darf auf eine sanftere Sanierung hoffen als der Mutterkonzern. Von den 612 Filialen von IhrPlatz sollen nach bisherigen Meldungen lediglich 142 Filialen geschlossen werden. Dies soll kurz nach Ostern diesen Jahres erfolgen. Von den betroffenen 5350 Mitarbeitern werden ca. 900 Arbeitsplätze abgebaut werden, so der Insolvenzverwalter Werner Schneider. Das Insolvenzverfahren von IhrPlatz wird ab dem 26. März eröffnet werden. Auch hier sollen sozialverträgliche Lösungen im Vordergrund stehen. Die Schließung der 2000 Filialen im Zuge der Insolvenz von Schlecker können das Überleben des Rumpfkonzerns sichern. Anhand der Schliessliste von Schlecker können Leser die entsprechenden Filialen finden.

 



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