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Schlecker: Schliessliste Update- Transfergesellschaft in Verhandlung

Die Schlecker-Insolvenz ist noch gar nicht überstanden, da hatte die Gewerkschaft Verdi einen Teilerfolg erzielen können, damit sollen rund 200 weniger Schlecker-Filialen geschlossen werden, als von Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz eigentlich verkündet wurde. Nun wurde auf dem Schlecker-Blog die aktuelle Schliessliste der Schlecker-Filialen bekannt gegeben.

Derweil laufen noch die Verhandlungen über die so genannten Transfergesellschaften, in diesen sollen entlassene Schlecker-Mitarbeiter ein Jahr lang auf einen neuen Beruf vorbereitet werden. 11.000 Mitarbeiter bangen nun um die Transfergesellschaft, die Verhandlungen zwischen Vertretern des Landes Baden-Württemberg und der Bundesregierung laufen noch.

Familie Schlecker bleibt nicht arm

Anton Schlecker hatte die größte Drogeriekette Deutschlands als Einzelunternehmen geführt, demnach haftet er mit seinem Privatvermögen für die Schlecker-Pleite. Doch wie nun in den Medien lanciert wurde, werden der Schlecker-Familie mindestens 70.000 Euro bleiben.

KfW-Kredit von 71 Millionen Euro

Für die Gründung der Transfergesellschaften wird ein KfW-kredit von 71 Millionen Euro benötigt. Der Bund drängt dabei auf die Bürgschaft des Bundeslandes Baden-Württemberg, dies entspräche den Bedingungen der EU zur Beihilfe.

Derweil laufen die Verhandlungen noch. Innerhalb der Transfergesellschaft sollen die 11.000 entlassenen Schlecker-Mitarbeiter bei nahezu gleicher Lohnzahlung in Sachen Bewerbungen fit gemacht werden, der soziale Fall wird auf jeden Fall damit abgemildert.
Ob neben Baden-Württemberg noch andere Bundesländer mit an Partie sein werden, ist bislang unklar, lediglich Rheinland-Pfalz signalisierte eine Beteiligung.

Zukunft von Schlecker

Insolvenzberater Geiwitz plant Schlecker erneut in die schwarzen Zahlen zu bringen, dazu soll das Filialnetz von derzeit 5500 Läden um 2000 reduziert werden. Damit werden 11.000 der 25.000 Arbeitsplätze entfallen. Danach sollen weitere Investoren angelockt werden.

Auch die Schlecker-Tochter IhrPlatz ist in die Insolvenz, hier wird das Insolvenzverfahren von IhrPlatz ab dem 26. März eröffnet werden, 900 der 5350 Arbeitsplätze sollen entfallen, rund 140 der 612 Filialen geschlossen werden. Wie die Zukunft der Auslandsgeschäfte von Schlecker aussehen soll, dazu schweigt Insolvenzberater Geiwitz bislang, doch die Anzeichen verdichten sich, dass die profitablen Auslandsgeschäfte im Schlecker-Konzern verbleiben sollen.

Anhand der aktuellen Schliessliste von Schlecker können Kunden noch Schnäppchen machen. Wie die Verhandlungen zur Transfergesellschaft verlaufen werden, bleibt abzuwarten.



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