Wirtschaft

Greenpeace: Gift in Markenkleidung für Kinder

Greenpeace hat nun Bekleidung für Kinder genauer unter die Lupe genommen und eine erschreckende Entdeckung gemacht.

In einigen Markensachen, unter anderem von Adidas, Burberry American Apparel u.Ä. war eine so hohe Belastung nachzuweisen, wie sie noch nicht einmal für Spielzeug zugelassen ist.

Teuer ist immer gut, oder?

Bisher waren sich Eltern doch sicher; Je teuer die Kleidung für die Kinder ist, um so sicher kann man sich sein. Doch leider ist diese Annahme falsch. Denn vor allem in der Bekleidungsindustrie kommt es immer wieder zu Schadstoffen und Giften in den einzelnen Kleidungsstücken.

Kein sicheres Gefühl für Verbraucher

Greenpeace hatte nun Kleidung und Schuhe für Kinder getestet. Doch leider kam dabei heraus, dass die Klamotten, teilweise stark mit Schadstoffen belastet waren. Bei den geprüften Waren handelte es sich ausschließlich um Marken-Bekleidung. Die gefundenen Schadstoffe gelten auch als Auslöser für Krebserkrankungen.

Selbst Grenzwert  wurde überschritten

Das Fatale an den Ergebnissen der Untersuchung ist die Tatsache, dass selbst der Grenzwert überschritten wurde. Demnach war ein Badeanzug von Adidas am stärksten verunreinigt. Somit können sich Eltern heute nicht mehr hundertprozentig sicher sein, wenn sie teure Klamotten für ihre Kinder kaufen, dass diese dann auch schadstofffrei seien.

Hohe Belastung durch Weichmacher

Die höchste Belastung in den Klamotten gehe aber wohl von den Weichmachern aus. In einem Spielzeug wäre die gefundene Konzentration noch nicht einmal zugelassen. Doch leider gelten die Richtlinien für Spielzeuge nicht für Kinderkleidung.  Bei Kleidungsstücken mit einem Plastisol-Aufdruck wurden in 33 von 35 Fällen Phthalate gefunden. Diese Stoffe sollen in Verdacht stehen Übergewicht und Unfruchtbarkeit hervorzurufen.

Weitere Erkrankungen möglich

Es wurden aber auch noch weitere Schadstoffe gefunden. Diese stehen unter anderem mit Schilddrüsenerkrankungen oder auch der Schwächung des Immunsystems in Verbindung. Unter den getesteten Produkten waren auch Marken wie Nike, Puma, Burberry und H&M.

Greenpeace und die Detox-Kampagne

Greenpeace hat diese Studie nicht umsonst ins Leben gerufen. Es geht hier in erster Linie um die Detox-Kampagne. Dabei steht „Detox“ für die Entgiftung. Greenpeace möchte die Modekonzerne auf diese Weise auffordern die Schadstoffe durch ungefährliche Subtanzen zu ersetzen.

Erfolg für Greenpeace

Mittlerweile haben sich auch bereits einige Textil-Firmen dieser Kampagne angeschlossen. Darunter auch H&M, Levis oder Nike. Diese Unternehmen wollen bis zum Jahr 2020 alle gefährlichen Chemikalien vollständig ersetzen. Dann wäre auch Kindermode wieder vollkommen ungefährlich.

Kein 100%-iger Schutz

Durch die neue Studie von Greenpeace kam ans Licht, dass sich Eltern oder Verbraucher niemals zu 100 % sicher sein können. Auch teure Markenklamotten können mit Giften oder Schadstoffen versehen sein.



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