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Schweizer UBS durchsucht: Bank langfristig geschädigt?

Mitarbeiter der französischen Steuerfahndung haben mehreren Berichten zufolge Büros der Schweizer Bank USB durchsucht. Der neue französische Präsident, François Hollande, wollte insbesondere Banken und Reiche stärker in die Pflicht nehmen. Die nun angesetzte Durchsuchung der USB könnte ein erster Hinweis auf die Umsetzung dieser Ankündigung sein. Steuerfahnder durchsuchten Büroräume der USB in Lyon, in Straßburg und in Bordeaux.

USB wird Geldwäsche und Beihilfe zur Steuerhinterziehung vorgeworfen

Dem Schweizer Bankinstitut USB wird unter anderem Geldwäsche sowie Beihilfe zur Steuerhinterziehung vorgeworfen. Ein Insider berichtet zudem, dass auch Privatwohnungen von mehreren USB-Managern durchsucht worden sein sollen.

Ein USB-Sprecher sagte derweil, dass das Institut mit den zuständigen Behörden kooperiere. Weder ein Banksprecher noch die französischen Behörden wollten wegen des laufenden Verfahrens nähere Angaben machen.

Half die USB Milliarden in die Schweiz zu transferieren?

Der USB wurde in der Vergangenheit mehrfach vorgeworfen, reichen Bankkunden Wege aufgezeigt zu haben, Milliardensummen in die Schweiz zu bringen. Bereits am Dienstag haben Steuerfahnder Wohnungen von Bankkunden in Deutschland durchsucht. Dabei handelte es sich jedoch nicht um die USB, sondern um Bankkunden der Schweizer Bank Credit Suisse.

Hierbei soll eine Tochterfirma auf den Bermudas zur Steuerhinterziehung gedient haben, so der Vorwurf. Derweil erwarten Experten im Falle einer Bestätigung der Vorwürfe einen dauerhaften Imageschaden für die USB sowie die Credit Suisse. Mit der Schweiz werden somit zunehmend in den Köpfen immer mehr kriminelle finanzielle Transaktionen in Verbindung gebracht. Der Imageschaden für die Schweiz scheint jedoch die Banken der Schweiz nicht sonderlich zu interessieren.



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