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Serbische Polizei findet gestohlenes Cezanne Gemälde

Im Jahre 2008 wurde in der Schweiz aus der Emil Bührle Kollektion ein Gemälde von Paul Cezanne gestohlen, nun berichtet die serbische Polizei, ein Gemälde von Cezanne bei einer Razzia aufgefunden zu haben. Zwar schweigt sich die Polizei aus, welches Gemälde von Cezanne aufgefunden wurde, doch Experten gehen davon aus, dass es sich um das Gemälde „Junger Mann mit Roter Weste“ handeln muss.

Dieses Gemälde aus dem Jahr 1888 wird mit einem Wert von 108 Millionen Dollar beziffert. Im Zuge der Ermittlungen wurden drei Verdächtige festgenommen. Diese hätten am 10. Februar 2008 maskiert das Kunstmuseum in Zürich überfallen und vier Gemälde geraubt, darunter das Meisterwerk von Cezanne.

Darüber hinaus wurden 2008 das Gemälde „Blühende Kastanienzweige“ von Vincent van Gogh, „Mohnfeld bei Vétheuil“ von Claude Monet und „Ludovic Lepic und seine Töchter“ von Edgar Degas gestohlen. Der Überfall wurde als größter Kunstraub aller Zeiten gewertet.

Die Gemälde von van Gogh und Monet wurden acht Tage später in einem verlassenen Auto in der Schweiz aufgefunden. Das Gemälde von Degas ist bislang nicht aufgefunden.

Paul Cezanne gilt als Meistermaler des ausgehenden 19. Jahrhunderts, für das gestohlene Gemälde saß das italienische Modell Michelangelo di Rosa als Vorlage. Es gilt als Meisterwerk des Impressionismus, wiewohl Cezanne sich später auch anderen Kunstrichtungen widmete. Der Textilhändler Gottlieb Friedrich Reber erwarb das Bild 1913 für 56 000 Francs. Reber sollte später als Kunsteinkäufer von Hermann Göring tätig werden. Nach dem zweiten Weltkrieg erwirbt Emil Georg Bührle das Gemälde für 400 000 Francs.

Die serbische Polizei wird das Gemälde von Cezanne umgehend an die Schweiz aushändigen, wo es in der Emil Bührle Kollektion wieder Platz finden wird.



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