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Smartphone-App: Angry Birds Player von NSA ausspioniert

Angry Birds Star Wars II gilt als die beliebteste kostenpflichtige App. Die Smartphone-App erfreut sich zunehmender Beliebtheit.

Die Spieler ahnen jedoch nicht, dass sie von der NSA ausspioniert werden.

NSA sammelt Daten per Angry Birds

Es scheinen keine Daten mehr vor der NSA sicher zu sein. Der Auslandsgeheimdienst sammelt in Zusammenarbeit mit dem britischen Partnerdienst GCHQ Nutzerdaten von Smartphone-Apps. Auch Spieler des beliebten Spiels Angry Birds werden überwacht.

Welche App-Daten sammelt die NSA?

Die Geheimdienste sammeln über die App Informationen wie Aufenthaltsorte, das Alter und das Geschlecht der Nutzer.

Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass auch viele kostenlose Apps Informationen über die Nutzer speichern. Eine Taschenlampen-App speicherte zum Beispiel Daten über den aktuellen Aufenthaltsort und die Identifikationsnummer des Smartphones. Die Daten wurden gezielt missbraucht, um sie an Werbe-Netzwerke weiterzuleiten. Die Taschenlampen-App wurde circa 50 Millionen Mal heruntergeladen.

Auch Adressbücher werden abgegriffen

Die NSA macht vor keinen Daten Halt. Viele Apps sammeln Daten, allerdings mit dem Einverständnis der Nutzer. Die Geheimdienste hingegen tun dies, ohne eine Einverständniserklärung der Nutzer. Die NSA und der Geheimdienst GCHQ sammeln Ortsinformationen, wenn Google-Karten genutzt werden. Außerdem versuchen sie Adressbücher zu bekommen, wenn jemand Apps von Social-Networks oder verschiedenen Online-Netzwerken verwendet.

Aus einem geheimen Dokument von 2012 soll hervorgegangen sein, dass Apps auch Informationen über die politische oder sexuelle Orientierung der Nutzer preisgeben können.

Personen finden leicht gemacht?

Interne Präsentationen der NSA gaben als Quelle für die Datensammlungen unter anderem Social-Apps und Geo-Apps sowie Daten aus mobiler Werbung an.

In dem Dokument wurde berichtet, dass solche Apps dazu geeignet wären, um Zielpersonen ausfindig zu machen und zu klären, was sie zu diesem Zeitpunkt gemacht haben oder wohin die überwachte Person unterwegs ist.

Viele Wege führen zum Ziel

Was genau die NSA mit ihrer Datensammelwut bei Privatpersonen bezweckt, ist noch unklar. Durch die neuesten Enthüllungen werden neue Informationen über das Überwachungssystem des Geheimdienstes bekannt. Vor der Überwachung von Apps durch Geheimdienste, werden sich die Nutzer dennoch vermutlich nicht schützen können.

Die NSA beschränkt sich zudem nicht nur auf das Sammeln von Daten über einen Kommunikationsweg. So werden unter anderem auch Telefonanrufe, der interne Datenverkehr zwischen Rechenzentren von Internet-Konzernen und Inhalte von Adressbüchern überwacht.

NSA fordert Daten von Internet-Konzernen ein

Mittlerweile soll es sogar so sein, dass der Geheimdienst die Herausgabe von Kundendaten verlangt. Die betroffenen Internet-Konzerne müssen sich nun nicht mehr länger in Schweigen hüllen und dürfen bekanntgeben, wie oft die Geheimdienste die Informationen verlangen.

Die Unternehmen haben vor Gericht eine erhöhte Transparenz gefordert und sich damit gegen die NSA und andere Sicherheitsbehörden zur Wehr gesetzt. Genauere Details bleiben weiterhin unter Verschluss.



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