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Smartphone-App: Facebook kauft WhatsApp

WhatsApp gilt als der derzeit beliebteste Instant Messenger. Facebook wird die App nun für 19 Milliarden US-Dollar kaufen.

Der Grund dafür dürfte sein, dass WhatsApp die stärkste Konkurrenz für Facebook ist.

Millionen Nutzer befürchten, dass die Übernahme erhebliche Änderungen mit sich bringen könnte.

13,8 Milliarden Euro für eine App

Am Mittwoch erklärte Facebook, dass es die Smartphone-App WhatsApp für 19 Milliarden US-Dollar, was 13,8 Milliarden Euro entspricht, kaufen wird.

Das Unternehmen hat sich dazu entschieden, 4 Milliarden Dollar in bar zu bezahlen und 12 Milliarden in Aktien. Binnen vier Jahren sollen außerdem weitere 3 Milliarden Dollar an Jan Koum, den Gründer von WhatsApp, gehen.

450 Millionen aktive Nutzer

Aus einer Mitteilung geht hervor, dass der Instant Messenger 450 Millionen aktive Nutzer verzeichnet. Täglich kommen eine weitere Million Nutzer hinzu.

Facebook-CEO Mark Zuckerberg erklärte, dass WhatsApp auf dem besten Wege sei, eine Milliarde Menschen miteinander zu verbinden. Solche Dienste seien extrem wertvoll, fügte er dem hinzu.

Durch Facebook wurde er zum Multi-Milliardär. Heute hat die Social-Network-Plattform 1,2 Milliarden Mitglieder.

WhatsApp-Gründer Koum freut sich und sagte, dass er und seine Mitarbeiter sich geehrt fühlen und sich darüber freuen mit Mark und Facebook eine Partnerschaft einzugehen.

Erfolgreiches Web-Startup

WhatsApp wurde erst 2009 gegründet und zählt bereits 450 Millionen aktive Nutzer. Damit zählt das Unternehmen zu den erfolgreichsten Web-Startups und größten Social-Networks.

Facebook hatte in der Vergangenheit versucht sich mit einem eigenen Messenger gegen WhatsApp durchzusetzen.

WhatsApp im ersten Jahr kostenlos

Zu Beginn lebte WhatsApp von einer zahlungspflichtigen Variante der Smartphone-App, die jedoch nur Besitzern eines iPhones zugänglich war.

Mittlerweile ist die App werbefrei und kostenlos für alle mobilen Betriebssysteme erhältlich. Nach einem Jahr wird jedoch eine Gebühr in Höhe von 89 Cent pro Jahr fällig. Dies rechnet sich jedoch schnell, wenn man bedenkt, dass jede versendete SMS im Durchschnitt mit 9 Cent zu Buche schlägt.

Das Unternehmen nimmt davon nur wenige Cent ein, da schließlich auch noch Transaktionsgebühren und Steuern bezahlt werden müssen.

Durch die Übernahme ändert sich für die Nutzer nichts

WhatsApp ist der vermutlich härteste Konkurrent der kostenpflichtigen SMS. Irgendwann fürchtete auch Facebook, dass der Instant Messenger zu einer Bedrohung für die Social-Network-Plattform werden könnte.

Immer wieder wurde darüber spekuliert, ob Mark Zuckerberg nicht auf die Idee komme, den Messenger-Dienst zu übernehmen. Auf der Burda-Konferenz DLD, die im Januar stattfand, erklärte Koum, dass er WhatsApp nicht verkaufen wolle.

Laut WhatsApp soll sich auch nach der Übernahme durch Facebook nichts für die 450 Millionen Nutzer ändern. Die Smartphone-App solle weiterhin werbefrei und für eine kleine Gebühr nutzbar sein, hieß es in einem Blogeintrag des Unternehmens am Mittwoch.

Mark Zuckerberg versicherte ebenfalls, dass WhatsApp weiterhin unabhängig bleiben werde.



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