IT & Internet

Smartphones drängen das Handy vom Mobilfunk-Markt

Smartphones erfreuen sich bei den Nutzern größter Beliebtheit.

Das herkömmliche Handy verschwindet langsam vom Mobilfunk-Markt.

Schuld daran sind die kleinen Alleskönner.

Über 80 Prozent Smartphones

Bei über 80 Prozent aller verkauften Mobiltelefone handelt es sich um Smartphones. Das Handy wird zunehmend vom deutschen Mobilfunk-Markt verdrängt.

Das Smartphone ist weitaus beliebter, wie aus Zahlen des IT-Branchenverbandes Bitkom hervorgeht.

Umsatzzahlen gesunken

Mittlerweile ist der ist der Mobilfunk-Markt mit Smartphones übersättigt. Für dieses Jahr wurde für Smartphone-Verkäufe ein Umsatzzuwachs von 12,3 Prozent, was 29,6 Millionen Geräten entspricht, von Bitkom prognostiziert.

Im vergangenen Jahr lag die Wachstumsrate bei 22,6 Prozent und im Jahr 2012 noch bei 35,2 Prozent.

Handykäufe in den letzten Jahren stark zurückgegangen

Die Handyverkäufe sind in den letzten fünf Jahren stark zurückgegangen. 2009 waren von allen verkauften Mobiltelefonen nur etwa 17 Prozent Smartphones. Mittlerweile verhält sich dies anders und nur noch etwa 18 Prozent Handys werden verkauft.

Datenverkehr nimmt stark zu

Mit einem Smartphone ist es möglich, im mobilen Internet zu surfen. So soll der Datenverkehr im Vergleich zu 2013 in diesem Jahr um 50 Prozent steigen.

Der Umsatz mit mobilen Datendiensten soll dennoch um 5,5 Prozent sinken, was einer Summe von 9,6 Milliarden Euro entspricht.

Finanzielle Mittel für den Ausbau der Datennetze fehlen

Jens Schulte-Bockum, Bitkom-Präsidiumsmitglied und Vodafone-Deutschlandchef, warnte, dass der Telekom die finanziellen Mittel für den Ausbau der Datennetze fehlen könnten.

Die Erlöse aus der Sprachtelefonie würden durch die Flatrates zunehmend unter Druck geraten.

Durch die neuen Regelungen der EU-Kommission, zu den Roaming-Gebühren für Telefonate im Ausland, würde die Telekom zusätzlich belastet, hieß es weiter.

Frequenz-Lizenzen für GSM-Netze sollen verlängert werden

Es wurde gefordert, dass die Frequenz-Lizenzen für GSM-Netze verlängert werden. Diese sollen im Jahr 2016 auslaufen. Es solle keine von Haushaltsinteressen getriebene Auktion geben.

Die europäischen Mobilfunk-Anbieter kritisieren bereits seit einigen Jahren die strenge Regulierung. Schulte-Bockum sagte am Dienstag, dass die Milliardensummen, die in den Netzausbau investiert würden, schließlich auch wieder erwirtschaftet werden müssten.

330 Millionen Gigabyte Datenaufkommen

Durch die zunehmende Nutzung des mobilen Internets auf Smartphones und Tablets soll der mobile Datenverkehr, laut Bitkom, stark zunehmen. In diesem Jahr soll voraussichtlich ein Datenvolumen in Höhe von 330 Millionen Gigabyte über die Mobilfunknetze, der verschiedenen Anbieter, übertragen werden.

Das Datenvolumen seit 2008 wäre also um den Faktor 30 gestiegen. Es ist damit zu rechnet, dass der Datenverkehr weiter zunehmen wird. Schließlich wird es in Zukunft auch Autos und Maschinen geben, die mit Sensoren und Datenkarten ausgestattet sind und somit Daten über die Mobilfunknetze übertragen.

Umsätze für Sprachdienste gesunken

Der Netzausbau wurde ursprünglich von den Einnahmen aus Handygesprächen finanziert. Dies ist heutzutage kaum noch möglich.

Die ausgehenden Gesprächsminuten sollen in diesem Jahr um eine Milliarde auf 111 Milliarden Euro steigen dennoch sinken die Umsätze aus Sprachdiensten um rund sechs Prozent auf 10,9 Milliarden Euro.

Bitkom erklärte, dass die Mobilfunkbranche vor einem Zeiten-Wechsel stünde. Seit 2010 ist der Markt für Mobiltelefonie, den Angaben zufolge, um 3,4 Milliarden geschrumpft.



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