Finanzen & Recht

Solarbranche: Einbrüche bei Zulieferbetrieben

Mit der geplanten Streichung der Solarförderung sinken nicht nur die Umsätze, sondern auch die Aufträge. Die Folge sind Kurzarbeit und Beschäftigungsabbau.

Auch die Zulieferbetriebe der Solarbranche sind von dieser Entwicklung zunehmend betroffen. Eine Umfrage bestätigt nun die Annahme, dass der große Teil der Zulieferbetriebe und der Solarbetriebe über einen Personalabbau nachdenkt.

In vielen Betrieben ist Kurzarbeit angeordnet worden

Von der Debatte um die Solarförderung sind besonders die Hersteller von Photovoltaik-Anlagen und deren Zulieferer betroffen. Laut einer Umfrage, durchgeführt vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), klagen zunehmend Firmen über sinkende Aufträge und damit verbunden auch über sinkende Umsätze.

Eine Vielzahl an Betrieben nutzt daher bereits das Mittel der Kurzarbeit, um die Auftragsflaute durchzustehen. In der Umfrage gaben 83 Prozent der Maschinenkomponentenhersteller für Photovoltaik an, dass diese zum Ende des ersten Quartals im Jahr 2012 weniger Aufträge hätten als im gleichen Quartal im Vorjahr.

Aufträge brechen stark ein

Der derzeitige Auftragsbestand reicht laut Angaben der betroffenen Betriebe demnach für rund vier Monate.
Noch vor einem Jahr konnten einige Betriebe mit vollen Auftragsbüchern für einen Zeitraum von sieben Monaten planen.

Von den 100 befragten Solarunternehmen und deren Zulieferern rechnet demnach nahezu jeder Betrieb mit durchschnittlichen Umsatzeinbußen von 21,5 Prozent. Bereits jetzt wurde in mehr als der Hälfte der Betriebe Kurzarbeit angeordnet.

62 Prozent der Betriebe wollen Personal abbauen

Rund 62 Prozent der Betriebe plant zudem die Belegschaft abzubauen, sprich Personal zu entlassen. Bereits jetzt hat die „Solarkrise“ einige deutsche Betriebe in die Insolvenz getrieben.

Neben Solarhybrid, Solar Millennium und der Solarfirma Solon, hat nun auch Q-Cells Insolvenzantrag gestellt. Solarworld, einer der Solarpioniere hat im letzten Jahr einen Verlust von rund 233 Millionen Euro gemacht.

Insbesondere der zunehmende Preisverfall angesichts der Konkurrenz aus Fernost und die geplanten Kürzungen im Solarzellenbereich, im Sinne der staatlichen Förderungen, haben dem Unternehmen zunehmend zugesetzt. Es scheint, als haben sich dunkle Wolken über die von der Sonne so abhängige Solarindustrie gelegt.



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