Wirtschaft

Sozialbetrug: Wie aus Helden des 11. Septembers Betrüger wurden

Der 11. September 2001 hat sich in die Gedächtnisse der Menschen gebrannt. Viele werden die Bilder nicht mehr los.

Und vor allem die Polizisten und Feuerwehrmänner, die an diesen schrecklichen Tagen im Einsatz waren, wurden als Helden gefeiert.

Doch nun wurden genau diese Helden zu Betrügern.

Polizisten und Feuerwehrmänner tricksten bei Renten

Sie setzten am 11. September 2001 ihr eigenes Leben aufs Spiel, um anderen Menschen aus dem einstürzenden Gebäuden zu holen. Zu Recht wurden genau diese Männer und Frauen im gesamten Land und auf der Welt als Helden gefeiert. Doch aus Helden können sehr leicht Betrüger werden. Hundert Personen der New Yorker Polizei und Feuerwehr wurden nun wegen Sozialbetrug in schwerwiegenden Fällen angeklagt.

Zu Unrecht Geld erhalten

Die Betroffenen Personen haben über viele Jahre hinweg Invalidenrente bezogen. In den meisten Fällen aufgrund der Terroranschläge. Doch nicht immer wurde dieses Geld auch wirklich auf legale Weise erhalten.  Der Schaden soll sich angeblich auf mehrere Millionen belaufen.

Geistige Erkrankungen als Grund

Viele der Betroffenen Polizisten und Feuerwehrleute haben geistige Erkrankungen als Folge des 11. Septembers bei der Antragstellung angegeben. Doch der New Yorker Staatsanwalt Cyrus Vance glaubt nicht jedem Beschuldigten, dass wirklich eine solche Krankheit vorliegt.

Der 11. September als Einschnitt ins Leben

Viele Helfer haben sich nach den Tagen um den 11. September arbeitsunfähig schreiben lassen. Die traumatischen Ereignisse hätten einen so großen Einfluss auf die Psyche gehabt, dass es den Beschuldigten nicht mehr möglich gewesen sei, ihrer Arbeit nachzugehen. Es wurde sogar angegeben, dass die Betroffenen weder ihre Wohnung verlassen, noch verreisen oder soziale Kontakte pflegen können.

Alles nur Lüge!

Niemand will abstreiten, dass sicherlich einige der Helfer wirklich dramatisch unter den Folgen ihrer Einsätze gelitten haben. Doch in den nun aufgetauchten Fällen, ging es den Beziehern der Invalidenrenten sehr gut. So konnte einer von ihnen eine Reise nach Las Vegas unternehmen und dort auch ein Casino besuchen, während sich ein anderer einen Flug mit dem Hubschrauber gönnte.

Mehrere Tausende Dollar erhalten

Der Durchschnitte der erhaltenen Leistungen der Beschuldigten liegt bei 210.000 Dollar. Einige haben aber sogar 500.000 Dollar bekommen. Die New Yorker Staatsanwaltschaft ist entsetzt über ein solches Verhalten und auch die New Yorker Polizei findet sowas mehr als beschämend. Ein Sprecher wurde mit den Worten zitiert, dass die Betrüger: „“alle Ersthelfer, die bei den Such- und Rettungsarbeiten des 11. Septembers umgekommen oder an damit verbundenen Erkrankungen gestorben sind, geschändet“.

Mit welchen Strafen die betrügerischen „Helden“ nun zu rechnen haben, steht aber noch nicht fest.



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