Konjunktur

Spanien: Banken mit Milliardenlöchern?

Nach einer Einschätzung des internationalen Bankenverbandes benötigen Spaniens Banken zusätzlich 76 Milliarden Euro, um die Finanzierungslücken zu schließen. Die OECD rät derweil, die europäischen Rettungsfonds anzutasten. Der Internationale Bankenverband (IIF) schätzt die faulen Kredite spanischer Geldhäuser auf rund 260 Milliarden Euro. Etwa 184 Milliarden Euro könnten die Geldhäuser demnach selbst aufbringen, die Lücke von rund 76 Milliarden Euro müsse jedoch schnellstens geschlossen werden, so der IIF.

OECD: Neue und verbesserte Maßnahmen gefordert

Was die Aussichten der spanischen Wirtschaft in puncto Wachstum und Arbeitslosigkeit betrifft, so hinke das Land sogar hinter Irland hinterher, so der IIF. Vor wenigen Wochen erst stufte die Ratingagentur Moody’s die Kreditwürdigkeit von 16 Banken herunter. Erste Pläne die faulen Kredite in sogenannte „Bad Banks“ zu überführen gibt es demnach bereits. Die OECD fordert derweil neue und verbesserte Maßnahmen, um in Not geratene Banken vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Bislang galt der Rettungsfonds ESM lediglich für Staaten, nun soll dieser dem Vernehmen nach auch auf bedrohte Banken ausgeweitet werden. Deutschland indes wehrt sich gegen diese Handhabung des ESM. Auch den Vorschlag der OECD, dass die Euro-Länder eigene Anleihen herausgeben könnten und dass diese das dadurch eingenommene Geld in die bedrohten Banken stecken könnten, lehnt Deutschland als nicht zielführend ab. Eine Lösung muss dennoch möglichst schnell gefunden werden.



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