Konjunktur

Spanien: Kunden ziehen Gelder von maroden Banken ab

Spanische Bankkunden haben aus Angst vor Bankenpleiten Gelder im großen Stil von ihren Banken abgehoben. Allein im April hoben sowohl Privatkunden wie auch Unternehmenskunden Gelder in Höhe von rund 31,5 Milliarden Euro ab. Diese Zahlen teilte jetzt die EZB mit. Damit fielen die Einlagen von Privatkunden und Firmenkunden auf den niedrigsten Stand seit November 2008.

Droht ein neuer Börsencrash?

Insbesondere die jüngste Berichterstattung über die spanische Bankia macht der Bevölkerung Spaniens zunehmend Angst. Bankia benötigt dringend 19 Milliarden Euro als weitere Finanzierungsgrundlage. Sollte die Angst weiter anhalten und sich der Trend bei den EU-Krisenländern wie Griechenland, Irland, Portugal und eben Spanien fortsetzen, könnte erneut ein weltweiter Börsencrash die Folge sein. Dies hängt jedoch nicht unbedingt mit einer Panik an den Märkten zusammen, sondern ist allein der Tatsche geschuldet, dass bei bestimmten Parametern die Computer selbsttätig Aktien verkaufen und diese somit ein Börsenchaos verursachen können.

17. Juni 2012: Schicksalstag für EU-Raum?

Insbesondere der 17. Juni gilt für die Wirtschaft insgesamt als Schicksalstag. An diesem Tag wird in Griechenland ein neues Parlament gewählt. Sollte es zu einem Sieg der extremen Linken kommen, könnte es auf europäischer Ebene zu einer Wirtschaftskrise kommen. Dies sagen zumindest einige Experten. Andere Experten beruhigen indes und verweisen auf die Stabilität des Euro-Raumes insgesamt. Darauf vertraut wohl insgeheim auch die spanische Regierung und erhofft sich im äußersten Notfall eine Absicherung ihrer Banken durch den europäischen Rettungsfonds.



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