Wirtschaft

Staatsverschuldung: IWF warnt vor zu drastischen Einsparungen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt in einem Bericht vor zu drastischen Staatsausgabenkürzungen im Zuge der Verschuldungskrise  der EU-Länder, in dem Ausblick (Regional Economic Outlook) warnt der IWF insbesondere die wirtschaftsstarken Staaten, wie Deutschland, vor der Schwächung der Wirtschaft durch starke Ausgabenkürzungen. Neben Deutschland sind insbesondere Frankreich und Großbritannien gemeint, Großbritannien hat drastische Sparmaßnahmen umgesetzt und den sozialen Frieden erheblich gestört, in Frankreich gehört der verschuldete Haushalt zu den wichtigsten Wahlkampfthemen bei den kommenden Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr.

Angesichts der aktuellen Herausforderung und der Finanzkrise warnt der IWF vor einer Rezession in 2012 in Europa. In dem Bericht attestiert der IWF eine ungleiche Entwicklung in Europa, aber insgesamt ein Abkühlen der Konjunktur. Dabei untersucht der Bericht die wirtschaftliche Gesamtentwicklung im EU-Raum für das Jahr 2011. Für den Ausblick erhofft sich der IWF ein Abklingen der Schuldenkrise, die Gesamtkonjunktur leide aber am hohen Erdöl und dem Nahrungsmittelpreis, zudem hätte der Super-Gau von Fukushima spürbare Konsequenzen auf die Weltwirtschaft gehabt.

Die Staaten würden sich um die eigene Handlungsfreiheit bringen, deswegen wäre es für die wirtschaftliche Entwicklung besser, wenn einige Sparmaßnahmen aufgeschoben werden würden. Noch würde der IWF für 2012 ein leichtes Wachstum sehen, doch die Situation sei labil und könne jeder Zeit kippen. Deswegen signalisierte der IWF, im Notfall Staatsanleihen aus Spanien und Griechenland aufzukaufen, um deren Staatspleite zu verhindern.

 



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