Geld & Investment

Steigt Aabar aus Daimler aus ?

Einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters zufolge will Aabar als Großaktionär aus dem Daimler-Konzern aussteigen, die Aktie von Daimler geriet daraufhin unter Druck. Der Staatsfonds aus dem Staate Abu Dhabi der Vereinigten Arabischen Emirate stieg 2009 erst bei Daimler ein, der Fonds investierte1,95 Milliarden Euro und erwarb 9,1 % aller Daimler-Aktien, damit war der Fonds der größte Eiinzelaktionär von Daimler.

Damals bezahlte Aabar rund 20,27 pro Aktie, der aktuelle Kurs liegt zum heutigen Tag (19.04.2012) bei 40,97 Euro, wiewohl die Aktie nach der Berichterstattung von Reuters 1,02 Euro nachgab (oder 2,43 %).

Aabar Investments aus Abu Dhabi

Aabar Investments entstand 2005 aus der Fusion der Staatsfonds Abu Dhabi Investment Authority und Mubadala Development Company. Damit entstand die drittgrößte Staatsholding aus Abu Dhabi, die Aktien der Holding werden an der Börse Abu Dhabi gehandelt. Rund 95 % der Aktien bleiben weiterhin im Besitz der International Petroleum Investment Company aus Abu Dhabi. Erst investierte die Gruppe in Erdölförderungen (beispielsweise in Algerien), um später an Firmenbeteiligungen zu profitieren.

So erwarb Aabar 2009 für 2,3 Milliarden Dollar den kanadischen Kunststoffkonzern Nova Chemicals, auch an der Großbank UniCredit hält die Gruppe 6,5 % aller Anteile. Ziel ist es, die finanzielle Quelle des Emirats Abu Dhabi zu diversifizieren.

Daimler gibt sich ahnungslos

Der Autokonzern Daimler gab sich auf die Gerüchte über den Ausstieg von Aabar bislang ahnungslos. Doch schon zuvor trennte sich Aabar aus der Beteiligung von Tesla Motors, diese wurden ebenfalls zum Teil vom Daimler-Konzern übernommen.

Der Verkauf der Daimler-Anteile seitens von Aabar erscheint wirtschaftlich sinnvoll, zum Einem könnte Aabar den Anteil mit einem satten Gewinn verkaufen, zum Anderen scheint die strategische Allianz mit Daimler gescheitert.

Schließlich wollte die Holding aus Abu Dhabi mit dem Aktienpaket auch Know-How aus Deutschland in die Emirate transferieren. Des Weiteren sind andere Premium-Hersteller an Daimler, trotz Rekordergebnissen, vorbeigezogen, so setzt BMW mehr Autos ab und weist eine höhere Gewinnmarge vor.

Zumal der CEO von Daimler Zetsche hohe Investitionen angekündigt hat und die Rückeroberung des Spitzenplatzes unter den Premiumherstellern erst für 2020 angekündigt hat, das dürfte die Holding Aabar auch nicht weiter überzeugt haben. So deutet alles auf einen Ausstieg von Aabar aus dem Daimler-Verbund hin.



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