Geld & Investment

Stiftung Warentest: Bundeswertpapiere, Unternehmensanleihen und Pfandbriefe untersucht

Immer mehr Bundesbürger sorgen sich um ihr Vermögen. Die globale und europäische Wirtschaftskrise sorgt für Unsicherheit, was die Anlageformen betrifft. Von Aktien und Aktienfonds lassen immer mehr Bundesbürger die Finger. Bundeswertpapiere, Pfandbriefe und Unternehmensanleihen galten bisher jedoch eher als sichere Anlagen. Die Wirtschaftskrise sorgt allerdings auch bei diesen Anlageformen für eine Verschiebung der Renditen und damit für eine Erhöhung des Verlustrisikos.

Die Bundesrepublik Deutschland als Schuldner gilt innerhalb Europas und der übrigen Welt als eines der sichersten Länder, was die Kreditwürdigkeit betrifft. Die Folge ist die, dass die Bundesrepublik als 1 A-Schuldner weltweit geführt wird und dadurch Geld nahezu zum Nulltarif erhält. Entsprechend niedrig sind derzeit die Zinsen für Bundeswertpapiere. Alternativ empfehlen sich sogenannte Jumbo-Pfandbriefe oder Unternehmensanleihen.

Stiftung Warentest untersuchte 40 solide Unternehmensanleihen

Wie jedoch letztgenannte Anlageformen in die Reihe der Geldanlagen einzuordnen sind und vor allem wie sicher und damit empfehlenswert diese sind, hat die Stiftung Warentest untersucht. Der aktuelle Test enthält alle derzeit börsennotierten Bundeswertpapiere und alle gehandelten Jumbo-Pfandbriefe.

Die Restlaufzeit beträgt dabei mindestens noch zwei Jahre. Zudem hat die Stiftung Warentest 40 Unternehmensanleihen untersucht, die eine gute Benotung diverser Ratingagenturen erhalten haben. Die jeweiligen Konditionen werden dabei wöchentlich aktualisiert. Jumbo-Pfandbriefe und Bundesanleihen gelten indes als sichere Geldanlagen. Die Rendite mag derzeit vielleicht nicht sehr hoch sein, im Verhältnis zu konventionellen Sparanlagen ist die Rendite dabei jedoch noch deutlich lukrativer als beispielsweise bei einem einfachen Prämiensparen.

Stiftung Warentest rät jedoch, neben Bundesanleihen durchaus solide Unternehmensanleihen dem Wertpapierdepot beizumischen. Die Stiftung Warentest hat bei dem aktuellen Test nur Bundesanleihen und Jumbo-Pfandbriefe berücksichtigt, die eine Mindestlaufzeit von mindestens noch zwei Jahren aufwiesen.

Kürzere Laufzeiten hätten die Rendite nochmals merklich gemindert, daher hatten sich die Testexperten für diesen Mindestzeitraum als zeitlichen Begrenzungsmarker entschieden. Zudem betrachtete die Stiftung Warentest den Börsen-Index von 40 Unternehmensanleihen mit einer unterschiedlichen Laufzeit.

iBoxx Euro Liquid Corporates-Index als Referenzindex ausgewählt

Dabei konzentrierten sich die Experten der Zeitschrift „Finanztest“ auf den iBoxx Euro Liquid Corporates-Index. Die Finanzexperten haben insbesondere diesen Index ausgewählt, weil Fondsanbieter nach dem Vorbild des iBoxx Euro Liquid Corporates-Index Rentenfonds für Unternehmensanleihen auflegen und daher die Nachvollziehbarkeit im wirtschaftlichen Alltag für den Verbraucher am einfachsten gegeben ist.

Die detaillierten Ergebnisse des Tests sind online auf der Webseite der Stiftung Warentest sowie in der Zeitschrift „Finanztest“ nachlesbar. In jedem Fall empfiehlt es sich genau hinzusehen, wo das eigene Geld angelegt wird. Viele an den Börsen gehandelte Wertpapiere unterliegen nicht nur großen Wertschwankungen sondern auch dem Risiko eines Totalverlustes.

Dies gilt wohl für die Bundeswertpapiere nicht, wohl aber lässt sich ein derartiges Risiko nicht für Unternehmensanleihen gänzlich ausschließen. Daher testete „Finanztest“ auch ausschließlich als solide eingestufte Unternehmensanleihen.



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