Versicherung & Vorsorge

Stiftung Warentest: Rechtsschutzversicherung getestet

Stiftung Warentest hat Rechtsschutzversicherungen im Test:

Wer privat krankenversichert ist, legt zurecht großen Wert auf gute medizinische Leistungen seines Versicherers. Ebenso ist ein ausgewogenes Preis-Leistungsverhältnis ein Faktor, der jeden Versicherungsnehmer bei der Auswahl des Versicherers umtreibt.

Was für die Private Krankenversicherung als selbstverständlich gilt, scheint bei anderen Versicherungen wie der Rechtsschutzversicherung indes nicht immer mit genau derselben Akribie umgesetzt zu werden, nämlich die sorgfältige Auswahl des Versicherers.

Der Grund liegt offenbar auf der Hand. Die eigene gesundheitliche Absicherung gilt als einer der wichtigsten Versicherungsbereiche, entsprechend groß ist die Beschäftigung mit der Thematik und entsprechend sorgfältig wird das Versicherungsunternehmen ausgewählt. Bei der Rechtsschutzversicherung indes gilt die Akribie oftmals nicht. Dies belegen zahlreiche Fälle vor Gericht, bei denen der Rechtsschutzversicherer vom Versicherten auf Zahlung verklagt wird.

Viele Kunden fallen auf die ausschmückende Werbung der Anbieter herein, die quasi einen unbeschränkten Rechtsschutz verspricht. Die Realität sieht indes anders aus. Zahlreiche Ausschlüsse bei der Kostenübernahme und oftmals überteuerte Tarife sind nur einige der Klagegründe.

Rechtsschutzversicherung Test

Während es für die private Krankenversicherung zahlreiche Tests und Analysen von Ratingagenturen gibt, fristet das Rating von Rechtschutzversicherungen offenbar ein einsames Dasein. Dabei belegen Alltagssituationen, wie wichtig eine Rechtsschutzversicherung sein kann.

Ob beim Streit mit dem Vermieter, einen strittigen Haftpflichtfall, eine unberechtigte Anschuldigung im Strafrecht oder ungeklärte verkehrsrechtliche Aspekte, nahezu täglich kann der juristische Ernstfall eintreten. Wohl dem, der dann über eine zahlende Rechtsschutzversicherung verfügt.

Stiftung Warentest: 25 Rechtsschutzversicherungen mit „gut“ bewertet

Eine der wenigen Überprüfungen von Rechtsschutzversicherungen nahm die Stiftung Warentest in der der Zeitschrift „Finanztest (Ausgabe 1/2012) vor. Dabei hat „Finanztest“ 54 Rechtsschutzversicherer miteinander verglichen. Insgesamt 25 Anbieter wurden dabei mit „gut“ bewertet. Testsieger wurde dabei mit der Note 1,8 der Tarif „Premium“ der DAS-Versicherung.

Auch die Tarife von HDI Direkt sowie HDP Gerling „Rundum Sorglos“ wurden mit der Note 1,8 ausgezeichnet. Besonders positiv wurde bei dem Test hervorgehoben, dass im Vergleich zum vorherigen Test aus dem Jahre 2009 die Preise für die Rechtsschutztarife nahezu konstant geblieben sind. Schlusslichter der Erhebung wurden die Direkt Line-Rechtsschutzversicherung mit einer Bewertung von 3,3 (Platz 51), auf Platz 52 folgt die Zurich-Versicherung mit dem Tarif „Basis“ (Note 3,3).

Allianz Rechtsschutz bildet eines der Schlusslichter

Platz 53 belegt die Allianz mit dem Tarif „Kompakt“ (Note 3,4). Absolutes Schlusslicht wurde die DA Deutsche Allgemeine Rechtsschutzversicherung (Note 3,7). Im Mittelfeld befinden sich unter anderem so klassische Rechtsschutzunternehmen wie Roland mit dem Tarif „Kompakt Plus“ (Platz 17, Note 2,1) sowie die Advocard-Rechtsschutzversicherung (Platz 26, Note 2,6). Das einige Testsieger nicht in allen Versicherungsbereichen Überflieger sein müssen bezeugt die Debeka. Weist diese bei PKV-Rankings fast immer Spitzenpositionen auf, belegt diese mit dem Tarif „Top“ nur einen bescheidenen Platz 47 (Note 3,1).



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