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Streaming wird Teil der deutschen Musik Charts

Einen wichtigen Schritt haben nun media control® GfK und der BVMI unternommen.

Mit der Veröffentlichung der ersten Charts-Liste 2014 haben sie die Musikstreams von legalen Premium-Portalen in die Wertung aufgenommen.

Somit finden die gestreamten Songs und Künstler nun mehr zumindest zum Teil die Anerkennung, die ihnen die Aufrufzahlen zusprechen.

Streaming: Ein Trend wird akzeptiert

Die deutschen Charts haben Zuwachs bekommen. Regelmäßig werden die Top 100 der Musiksongs und  -Alben veröffentlicht, zusätzlich auch noch die beliebtesten Songs und Künstler nach Genre. Nun sollen die Charts, die auch in Deutschland eine durchaus lange Geschichte haben, ein weiteres Mal mit der Zeit gehen. Am Mittwoch den 08. Januar wurden somit zum ersten Mal die Top 100 bekanntgegeben, bei deren Ermittlung auch die Streams miteinbezogen wurden.

Gezählt werden somit auch alle von legalen Premium-Portalen gestreamten Songs und Alben, womit der Bedeutung des Internets und der neuen Medien ein weiteres Mal eine gesteigerte Bedeutung zugeschrieben wird. Neben dem Verkauf von CDs, wurden schon seit längerem auch die Downloads von legalen Anbietern gewertet, daher ist des Hinzufügen der Streams nur ein weiterer logischer Schritt in diese Richtung, vor allem, da Streams immer beliebter werden.

Wie Dr. Florian Drücke vom Bundesverband Musikindustrie (BVMI)  laut Musikexpress.de bestätigt, soll damit ermöglicht werden, dass man durch diesen Schritt versuche der wachsenden Bedeutung des Streamings in der Musikindustrie gerecht zu werden und das Musikgeschehen über alle Kanäle und Plattformen hinweg möglichst genau wiederzugeben.

Nicht alle Streams zählen

Doch nicht alles ist Gold, das glänzt. Zwar mag der Schritt in diese Richtung enorm wirken, allerdings werden nicht alle Streams gewertet. Wie der BVMI verlauten lässt, werden daher Streams, die werbefinanziert sind, nicht in die Wertung aufgenommen, da für die Zusammenstellung der Charts nicht nur die Aufrufe eine wichtige Rolle spielen, sondern auch der Wert für den Endverbraucher.

Zudem sollen nur Streams gezählt werden, die mehr über eine halbe Minute lang gehört wurden. Zugleich werden die Daten der legalen Online-Streams von Musik auch dann nur in die Single-Charts einbezogen. Dies begründet der BVMI mit der Tatsache, dass der Prozess des Streamens hauptsächlich trackbasiert ist.

Werbefinanzierte Songs werden dennoch nicht gänzlich außen vorgelassen. Sie werden sich in speziellen Streaming-Charts wiederfinden, die einmal in der Woche bekanntgegeben werden. Hier werden nur die Hits, also die Aufrufe pro Song, gezählt, statt den Wert für den Konsumenten zu ermitteln.

Streaming-Charts nicht Neues

Schon im Mai 2012 konnten sich Künstler, die über Streaming-Portale große Erfolge feiern, bereits freuen, denn ihre Erfolge blieben ab diesem Zeitpunkt auch in Deutschland nicht unbeachtet.

So entschlossen sich der BVMI und Media Control, die Stelle, die sich für die deutschen Charts verantwortlich zeichnet, bereits zu diesem Zeitpunkt dafür, die Zahlen von Streaming-Portalen nicht untergehen zu lassen und werteten die Aufrufe der einzelnen Streams von den zahlreichen legalen Anbietern, von denen Musicload und Spotify die wohl bekanntesten sein dürften.

Die deutschen Charts: Eine lange Tradition

Die deutschen Charts werden seit dem Jahr 1977 offiziell veröffentlicht und von dem BVMI bei media control® GfK seitdem stets in Auftrag gegeben. Zunächst handelte es sich um die Top 50, mittlerweile gibt es die Top 100 und mehrere gesonderte Charts, die sich nach Genre einordnen lassen. Hier spielen dann auch die eigenen Streaming Charts eine wichtige Rolle, die es seit nun mehr seit dem Jahr 2012 gibt.



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