Finanzen & Recht

Streik der Fluglotsen soll vor Gericht geklärt werden

Die Fluglotsen planen ihre Arbeitsniederlegung.

Doch hier möchte nunmehr auch Lufthansa einspringen. Ihr Plan: den Streik vor Gericht zu stoppen.

Ist dies etwa eine Rettung in letzter Sekunde? Der für die kommende Woche geplante Flutlotsenstreik soll seitens der Lufthansa abgewandt werden.

Der Streik war für Mittwoch angesetzt und Lufthansa will diesen nun gerichtlich verbieten lassen. Es wurde bereits eine einstweilige Verfügung gegen den Streik beim Arbeitsgericht München eingereicht. Dies ist gemäß Informationen bekannt.

DFS schlug ebenfalls Weg vor Gericht ein

Im Vorfeld war es bereits die Deutsche Flugsicherung (DFS) gewesen, die ihren Weg vor das Gericht eingeschlagen hatte. So hatte das bundeseigene Unternehmen bereits am Mittwoch eine einstweilige Verfügung beim Arbeitsgericht in Frankfurt eingereicht.

Folgen des Ein-Stunden-Streiks

Der Streik, also die Arbeitsniederlegung an sich, soll seitens der Fluglotsen lediglich 60 Minuten dauern. Dennoch scheint dies für die Fluggesellschaften nicht akzeptabel und hinnehmbar, so dass ein solcher Weg vor Gericht eingeschlagen werden muss. Experten rechnen durch diesen Streik mit erheblichen Folgen für Flugreisende. Der Grund hierfür liegt auf der Hand: Ohne Fluglotsen ist es in Deutschland nicht möglich, ein Flugzeug zu starten oder zu landen.

Die Gründe für den Streik

Doch warum kommt es eigentlich zu diesem Streik? Der Streik selber ist nicht plötzlich aus einer Idee heraus entstanden. Eher schließen sich die Fluglotsen geplanten Großstreiks der Flugkontrolleure an, die in anderen europäischen Ländern für den 29. und 30. Januar geplant sind.

Dabei will die deutsche Gewerkschaft ihre europäische Fluggewerkschaft durch sogenannte Solidarstreiks unterstützen. Da man gegen drohende Einsparungsmethoden protestieren will, hat die deutsche Gewerkschaft die EU-weite Arbeitsniederlegung vorgeschlagen.

Hintergrund der drohenden Einsparungen

Der Hintergrund für die drohenden Einsparungen und die damit einhergehenden Streiks sind die EU-Pläne zur Liberalisierung des europäischen Luftraums, der bislang noch 28 nationale Flugsicherungen aufweist.

Das heißt, die Anbieter sollen ihre Gebühren senken und gleichermaßen aber mehr Verkehr abwickeln und somit für mehr Traffic sorgen. Dabei sehen die Gewerkschaften das aber grundlegend anders und weisen unter anderem auf starke Sicherheits- und Kapazitätsprobleme hin.

Streik aus Solidarität mit französischen Fluglotsen

Ob der Streik sich abwenden lassen wird oder aber ob die Flugreisenden mit erheblichen Beeinträchtigungen zu rechnen haben, wird sich im Laufe des Anfangs der nächsten Woche ergeben.

Es ist gestern bekannt geworden, dass die Fluglotsen am kommenden Mittwoch einen Streik zwischen 8 und 9 Uhr planen. Dies bestätigte unter anderem ein Sprecher der Fluglotsen-Gewerkschaft GdF.

Es handelt sich dabei um einen Solidaritätsstreik mit den französischen Fluglotsen, die ebenfalls kommende Woche den Streik antreten. Nicht nur, dass ohne Fluglotsen kein Flugzeug starten oder landen darf, es darf auch das Land nicht überflogen werden.



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