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Stromnetz stand kurz vor Zusammenbruch

Das deutsche Stromnetz stand nach Informationen der Bundesnetzagentur in den vergangenen Tagen mehrfach vor dem Zusammenbruch. So soll das deutsche Stromnetz seit dem 06. Februar „erhebliche, über mehrere Stunden anhaltende Unterdeckungen“ aufgewiesen haben. So zitiert die Nachrichtenagentur Reuters die Netzagentur. Verursacher der Unterdeckungen sollen Stromhändler gewesen sein.

Stromhändler: Bewusst knapp kalkuliert

Diese sollen die Strommenge dem Vernehmen nach bewusst klein kalkuliert haben, um Geldbeträge einsparen zu können. Obwohl durch die Kälte der Energiebedarf erfahrungsgemäß ansteigt, haben dem Vernehmen nach die Stromhändler darauf spekuliert, dass die Netzbetreiber zusätzliche Kraftwerke in Betrieb nehmen und somit die Unterdeckung ausgleichen. Nun wurde bekannt, dass die Netzbetreiber kurz davor standen Notfallpläne zu aktivieren, so Tobias Federico von der aus Berlin stammenden Energieberatungsfirma Energy Brainpool.

Stromhandel zukünftig strenger kontrollieren?

Es hat den Anschein als müsse der Stromhandel zukünftig strenger von der Bundesnetzagentur beobachtet werden. In der Realität hätten durch einen Komplettkollaps sämtliche Stromnetze in Deutschland kurzfristig ausfallen können. Das hätte auch Auswirkungen auf die hiesigen, noch in Betrieb befindlichen Atomkraftwerke. Aber auch Kliniken und andere wichtige Infrastruktureinrichtungen wären zumindest kurzfristig ohne Strom gewesen. Insofern erweckt es den Anschein, als hätte Profitgier wieder einmal vor Menschenleben und Moral gestanden. Vor allem in  den USA kam es in der Vergangenheit mehrfach zu Komplettausfällen aufgrund Überlastung des Stromnetzes.



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