Gesundheit

Studie: Fleisch erhöht die Gefahr von Bauchspeicheldrüsenkrebs

Eine Studie aus Schweden legt die Vermutung nahe, dass der Konsum von behandeltem Fleisch das Risiko einer Erkrankung an Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) erhöht, die Studie wurde im Auftrag des Karolinska Institutes erstellt. Zur so genannten Metastudie wurden elf vorhergehende Studien mit 6643 Personen, die zuvor an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankten, untersucht und ausgewertet, insbesondere der Verzehr von behandeltem Fleisch, wie Würstchen und Speck, soll die Gefahr einer Krebserkrankung enorm steigern, so würde der Verzehr von 50 Gramm behandeltem Fleisch am Tag (also eine Wurst) das Risiko um 19 % steigern. Die Ergebnisse der Studie wurden im Fachmagazin British Journal of Cancer veröffentlicht.

Der World Cancer Research Fund bezweifelt die Ergebnisse der Studie und sieht eher eine Verbindung zwischen Fettleibigkeit und Krebsgefahr. Doch eine andere Studie, die zuvor in Großbritannien durchgeführt wurde, legte die Vermutung nahe, dass der Verzehr von rotem Fleisch die Gefahr für Darmkrebs drastisch steigern würde. Auch Professor Susanna Larsson, die die aktuelle Studie aus Schweden geleitet hat, bestätigt, dass die bisherigen Ergebnisse sehr kontrovers seien, man benötige noch mehr Studien um verlässliche Aussagen treffen zu können. Der Zusammenhang zwischen rotem Fleischverzehr und Darmkrebs sei evident, andere Krebsarten müssten genauer untersucht werden. Dabei betont Larsson, dass Darmkrebs relativ selten auftrete (aber umso gefährlicher), der Konsum von Tabak sei gefährlicher als der von rotem Fleisch.

Dennoch empfiehlt Larsson einen begrenzten Konsum von Fleisch, die britische Regierung empfahl 2011 den Konsum von höchstens 70 Gramm behandeltem Fleisch am Tag, was alleine durch eine Portion British Breakfast überschritten werden dürfte. Doch noch gilt es die Frage zu klären, ob der unmittelbare Zusammenhang zwischen Bauchspeicheldrüsenkrebs und Fleischverzehr und/oder Übergewicht besteht. Bauchspeicheldrüsenkrebs zählt zu den heimtückischen Krebsarten, von den 8090 erkrankten Personen in Großbritannien aus dem Jahre 2008 sind bislang über 7780 Menschen gestorben, eine frühe Diagnose (wie bei allen Krebsarten) steigert die Aussichten auf eine Genesung, die Deutsche Krebsgesellschaft bietet einen Überblick für mögliche Tumore, die man selber erkennen kann, doch im Zweifelsfall bleibt nur der Gang zum Hausarzt. Ob die Nachricht, dass Fleischkonsum die Gefahr für Bauchspeicheldrüsenkrebs steigert, Fleischfans von ihrem Konsum wird abhalten können, ist eine andere Frage.

 



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