Versicherung & Vorsorge

Studie: Viele Missverständnisse bei der Hausratversicherung

Eine Studie im Auftrag der Gothaer Versicherung offenbart zum Teil eklatante Wissenslücken im Zusammenhang mit der Hausratversicherung. Dies ist insbesondere deshalb bemerkenswert, weil die Hausratversicherung zu jenen Versicherungen gehört, die als allgemein als unverzichtbar gelten.

So wissen laut Studie viele Bundesbürger nicht, dass bei einem Umzug die Versicherung nicht unbedingt gekündigt werden muss. Zudem meinen offenbar viele Versicherte, dass der Versicherungsvertrag bei einem Umzug automatisch enden würde. Dass ein Umzug keinen Kündigungsgrund für eine Hausratversicherung darstellt, scheint den Ergebnissen der Studie zufolge nicht vielen Menschen bewusst zu sein.

Jedes Jahr ziehen etwa achteinhalb Millionen Menschen in Deutschland um. Thomas Moll, Sprecher der Gothaer Versicherung sagte zu den aufkommenden Missverständnissen bei einem Umzug, gegenüber dem Online-Magazin procontra online: „Die Leute kündigen einfach und wollen gegebenenfalls etwas Neues abschließen“. Viele Personen glauben zudem, dass sich die Hausratversicherung bei einem Umzug außerordentlich kündigen lasse oder dass der Vertrag in diesen Fällen automatisch enden würde.

Wohnung ändert sich, der Hausrat aber nicht

Bei der Hausratversicherung wechselt zwar der Wohnort, nicht aber der versicherte Hausrat. Anders hingegen verhält es sich bei der Wohngebäudeversicherung. Diese endet automatisch mit der Veräußerung der Immobilie. Bei der Hausratversicherung hingegen verhält sich der Sachverhalt so, dass der Kunde nach dem Umzug den Versicherer kontaktieren sollte und dieser dann die neuen Gegebenheiten an den Versicherungsvertrag anpasst.

Auch über die Bedeutung einer Hausratversicherung gibt es viele Irrtümer. Einige Experten halten die Hausratversicherung für unabdingbar, andere hingegen glauben, dass diese überflüssig ist. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass ein Hausstand, der mit Möbeln eines Discount-Einrichters ausgestattet ist und dessen Wert derart gering ist, dass sich ein Verlust verschmerzen ließe, vielfach die Überlegung aufkommen lässt, dass die Haustartversicherung nicht notwendig sei. Da zum Hausrat aber auch das Fernsehgerät, die Stereoanlage, Dokumente, Bücher, Kameras und andere persönliche Gegenstände gehören, kann ein geringer Möbelwert durch den anderen Hausrat wiederum die Notwendigkeit einer Hausratversicherung bedingen.

Online-Vergleich kann günstigstes und bestes Angebot herausfinden

In aller Regel sind Schäden durch Feuer, Sturm, Einbruchdiebstahl, Hagel, Vandalismus sowie durch Leitungswasser versichert. Wenn die Wohnung vorübergehend unbewohnbar ist, zahlt die Hausratversicherung den Hotelaufenthalt und übernimmt auch Kosten für das Entsorgen und Aufräumen der zerstörten Wohnung. Zudem werden der Sachwert der Möbel und übrigen Einrichtungsgegenstände durch die Hausartversicherung erstattet.

Einige Versicherer ermöglichen die Erweiterung der Hausratversicherung um Optionen wie Schäden durch Blitzschlag oder Überschwemmungen. Beliebt ist zudem die Versicherung von Glasbruchschäden. In Mietwohnungen lohnt sich diese Option in aller Regel jedoch nicht, da ein defektes Fenster fast immer in den Verantwortungsbereich des Vermieters fällt. Beim Eigenheim hingegen kann sich eine Glasbruchversicherung durchaus lohnen.

Interessenten einer Hausratversicherung sollten die Versicherungsbedingungen vor Abschluss des Vertrages genau studieren. Dies gilt insbesondere für die Versicherungsausschlüsse. Zudem sollte ein Online-Vergleich stattfinden, der die einzelnen Versicherer hinsichtlich ihres Preis-Leistungsverhältnisses miteinander vergleicht.



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