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Sudan und Südsudan: Konflikt um Heglig-Erdölfeld

Der Streit um das so genannte Heglig Ölfeld an der Grenze zwischen Sudan und dem neugegründeten Staat Südsudan droht zu eskalieren. Die offizielle Nachrichtenagentur Sudans, SUNA, gibt eine Erklärung der sudanesischen Regierung wieder, wonach man alle notwendigen Schritte unternehmen werde, um die Kontrolle über das Heglig Ölfeld wieder zu erlangen.

Am Dienstag hatten südsudanesische Truppen nach schweren Gefechten die Kontrolle über das Heglig Erdölfeld errungen. Die Region um das Heglig Feld, direkt an der Grenze beider Staaten, ist zwischen beiden Staaten umstritten und bislang die Zugehörigkeit zu einem Staatsgebiet nicht endgültig geklärt.

In der Mehrheit wird diese Region dem Sudan zugesprochen, Südsudan bezweifelt diesen Anspruch und erhebt selber solche. In den vergangenen zwei Wochen hat sich der Konflikt zugespitzt und bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen beiden Truppen fanden statt.

Beide Konfliktparteien werfen sich gegenseitig Aggressionen vor, so spricht der Sudan von Aggressionen des Südsudans. Südsudan bezichtigt den nördlichen Nachbarn des Einsatzes der Luftwaffe und schwerer Artillerie gegen die eigenen Erdölanlagen. Die Unabhängigkeit des Südsudan wurde erst im vergangenen Juli verkündet. Zuvor wurde jahrzehntelang ein Bürgerkrieg ausgefochten.

Im Januar diesen Jahres hatte Sudan die Transportgebühren für südsudanesisches Erdöl über sein Territorium drastisch erhöht. Dies nahm der Südsudan als Vorwand um das Heglig Ölfeld zu besetzen. Der Südsudan ist auf die Erdölexploration angewiesen, rund 98 % seiner Devisen stammen aus dem Verkauf des Erdöls. Der Konflikt zwischen Sudan und Südsudan kann, trotz Vermittlungsversuche des Thabo Mbeki zwischen dem südsudanesischen Präsidenten Salva Kiir und seinem Gegenüber Omar al-Bashir, zu einem handfesten Krieg eskalieren, da beide Seiten Rebellen auf der Gegenseite unterstützen.



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