Politik

Syrien: Arabische Liga fordert ein Ende der Gewalt

Die Arabische Liga hat vehement ein Ende der Gewalt gegen Zivilisten in Syrien gefordert, der Generalsekretär Nabil al-Arabi forderte unter Anderem den Verzicht des Einsatzes von Scharfschützen. Derzeit befinden sich Vertreter der Arabischen Liga zur Beobachtung und zur Beurteilung der Lage in Syrien, doch trotz ihrer Anwesenheit halten die Unruhen in Syrien unvermindert an. Sollte die Beobachtermission scheitern, drohte die Organisation mit dem Gang vor dem Sicherheitsrat der UN, trotz abwartender Haltung Chinas und Russlands drohen dem syrischen Regime ernsthafte Konsequenzen.

Nach Angabe der UN sind bislang seit Ausbruch der Unruhen im März über 5000 Menschen ums leben gekommen. Anfangs forderten die Protestierenden politische Reformen, doch inzwischen haben sich die Fronten verhärtet, nun fordern viele Demonstranten offen die Absetzung des amtierenden Präsidenten Bashar al-Assad. Derzeit befinden sich 60 Beobachter der Arabischen Liga in Syrien, trotzdem scheinen über 150 Menschen seit ihrer Ankunft ums Leben zu gekommen sein. So werden Gefechte aus dem Norden des Landes, hier insbesondere in der Provinz Idlib zur türkischen Grenze, und in der Stadt Homs vermeldet. Zwar wurden viele Panzerverbände aus Homs abgezogen, dennoch verbreiten Scharfschützen auf den Dächern Schrecken und Unruhe, so sollen am Montag erneut 10 Menschen In Homs erschossen worden sein.

Die Delegation der Arabischen Liga ist nicht ganz umstritten, insbesondere der sudanesische Abgesandte Mustafa al-Dabi stiess auf den Unmut der syrischen Opposition. Al-Dabi sagte in einem Interview, dass er keine Menschenrechtsverletzungen erkennen könne, was den Protest der syrischen Opposition nach sich zog. Sollten die Unruhen weiterhin anhalten, droht die Arabische Liga ihre Friedensbemühungen einzustellen und die Delegation aus Syrien abzuziehen.

Doch noch will al-Arabi nicht aufgeben, auf einer Versammlung der Arabischen Liga in Kairo gab er an, dass die Beobachter noch mehr Zeit benötigen würden, er erkenne sehr wohl an, dass die syrische Armee die schweren Waffen abgezogen hätte. Doch auch er kann die Gewalt gegen Zivilisten nicht übersehen. So bestätigte er den Einsatz von Scharfschützen, die von den Dächern aus mit scharfer Munition auf Menschen schießen würden. Die syrische Regierung behauptet, dass die Gewalt von radikalen Islamisten ausgehen würde, über 2000 syrische Soldaten seien ums Leben gekommen. In der Tat ist die Lage in Syrien nicht zu durchschauen, ausländische Journalisten sind größtenteils des Landes verwiesen , eine unabhängige Nachrichtenerstattung ist nicht existent.



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