Politik

Syrien: Beobachter der Arabischen Liga vor Ort- Unruhen halten an

In Syrien halten die Unruhen weiterhin an, obschon die 50-köpfige Delegation der Arabischen Liga, die vor Ort die Lage beobachten und bewerten soll, das Land betreten hat. So wurden bei Auseinandersetzungen in Homs am Montag wieder über 30 Menschen getötet, ein Beobachterteam der Arabischen Liga erreichte die Stadt am Dienstag. Nach Augenzeugenberichten wurden Panzerverbände der syrischen Armee aus der Stadt Homs nach Ankunft der Beobachter abgezogen.

Nach Angaben der UN sind seit Ausbruch der Unruhen im März über 5000 Menschen gestorben, zehntausende Protestierende wurde festgenommen. Während die Regierung von Bashar al-Assad immer wieder behauptet, terroristische Organisationen seien für die Unruhen verantwortlich und müssten entsprechend bekämpft werden, bezichtigen die oppositionellen die Regierung der Verbrechen gegen die Menschheit.

Im Falle eines Scheiterns der Initiative der Arabischen Liga hatten Vertreter angedroht, die Frage der Menschenrechtsverletzungen vor den Sicherheitsrat der UN zu bringen. Noch am Montag feuerten die Panzer auf mit scharfer Munition auf die Stadt Homs, noch immer seien Panzer in der Stadt Homs versteckt. Immer mehr Soldaten desertieren und schließen sich der so genannten Syrischen Freien Armee an. Nach Auskunft von Augenzeugen seien diese genauso gewalttätig wie die regulären Sicherheitskräfte. Ob die Initiative der Arabischen Liga wird helfen können, den Konflikt in Syrien zu beenden, muss abgewartet werden.



Erstellen Sie den ersten Kommentar!

Kommentieren

Sie müssen eingeloggt sein um zu kommentieren.