Politik

Syrien: Erneut Tote bei Auseinandersetzung in Homs

Nach unbestätigten Berichten sind in Syrien erneut Menschen bei Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften ums Leben gekommen, 21 Menschen wurden in der syrischen Stadt Homs getötet. Die LCC (Local Co-ordination Committees) berichtet gar von 24 Toten. Unter den Toten befinden sich ebenso Polizisten wie Demonstranten. Seit Ausbruch der Unruhen im Februar/März wurden nach UN-Angaben inzwischen über 3000 Menschen getötet, zehntausende wurden inhaftiert.

Die Gewalt nimmt immer mehr zu, so wurden seit Wochenende elf Soldaten getötet, vier davon durch eine Bombe. In Homs sind erneut Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die Regierung der Baath-Partei und Präsident Bashar al-Assad zu demonstrieren. Dabei sollen gepanzerte Fahrzeuge der syrischen Armee in die Menge vorgedrungen sein und hätten das Feuer eröffnet. Nach Darstellung der syrischen Regierung hätten bewaffnete Terroristen das Feuer auf die Sicherheitskräfte eröffnet.

Die Demonstranten errichteten ihrerseits Straßenblockaden, die dann von der Armee gestürmt wurden. Am Sonntag verabschiedete die Arabische Liga eine Erklärung, wonach die syrische Regierung innerhalb von 15 Tagen Gespräche mit der Opposition führen soll. Dennoch wollten oder konnten die 15 Außenminister der Mitgliedsstaaten Syrien nicht aus der Organisation ausschließen. Ob sich Damaskus dem internationalen Druck beugen wird ist fraglich, fest steht nur, dass die Unruhen in Syrien weiterhin anhalten werden, mit steigenden Opferzahlen.



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