Politik

Syrien: Erneut Tote bei Auseinandersetzungen

Die Lage in Syrien bleibt angespannt, wie der arabische Nachrichtensender Aljazeera berichtet, seien bei massiven Panzerangriffen auf Demonstranten in der Stadt Homs erneut 21 Menschen getötet worden. Am Mittwoch seien über 2000 Menschen in der Stadt Homs, die von der syrischen Armee eingekesselt ist, erneut auf die Straße gegangen um gegen das Regime von Bashar al Assad zu demonstrieren. Seit Ausbruch der Unruhen im Februar sind weit über 2200 Menschen getötet worden, zehntausende von Menschen wurden inhaftiert.

Nach Aussagen von Augenzeugenberichten seien über 20 Lastwagen mit Soldaten aufgetaucht, die Soldaten hätten umgehend das feuer eröffnet. Die Telefon- und Internetverbindung seien am Mittwoch gekappt worden. Daneben hätten Panzer die Menge beschossen. Auch aus den Städten Hama und Sarmeen hätten Gefechte stattgefunden. Die syrische staatliche Nachrichtenagentur SANA berichtet derweil von Angriffen von „Terroristen“, die monetäre Unterstützung aus Saudi-Arabien erhalten würden. Zwei Soldaten seien in Homs entführt worden, was die Operation in der Stadt erklären könnte.

Derweil hat der Generalsekretär der Arabischen Liga, Nabil Elaraby, seinen Besuch in Damaskus abgesagt, er wollte eigentlich zwischen den Parteien vermitteln. Er verwies auf die Situation in Syrien. Der wichtigste Verbündete Syriens in der Region, Iran, will nun eine eigene Vermittlung starten. Am Mittwoch hat der französische Außenminister Alain Juppe den Vorwurf des Verbrechens gegen die Menschheit (crime against humanity) erhoben, anlässlich seines Besuches in Moskau forderte er die Beteiligung Russlands an der Beendigung der Unruhen in Syrien. Bislang hält sich die Regierung in Moskau bedeckt. Die Situation für das Assad-Regime verschlechtert sich zusehends, doch in erster Linie haben die Meschen in Syrien darunter zu leiden.



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