Gesundheit

Technik soll Bürokratie in Apotheken vereinfachen

Apotheker mussten früher alle Medikamente und Rezepte in liebevoller Kleinarbeit von Hand in den Computer eintippen.

Diese Arbeit erledigt nun binnen weniger Sekunden ein Scanner.

Dies hat nicht nur für die Apotheker Vorteile, sondern auch für die Kunden.

Bürokratieaufwand stark gestiegen

Der Bürokratieaufwand, in Apotheken, ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Dies führte dazu, dass weniger Zeit für die Kunden blieb und Beratungsgespräche nur noch verkürzt ausfallen konnten.

Dass Gespräche dabei helfen können, dass sich die Patienten ein wenig besser fühlen, ist bekannt. In Apotheken bleibt dafür jedoch meist keine Zeit.

Apotheker Michael Jilek, möchte sich künftig wieder mehr Zeit für seine Kunden nehmen und hat aus diesem Grund in eine neue Technik investiert.

Scanner verschaffen mehr Zeit für die Kunden

Mit Hilfe von Scannern können Rezepte schneller bearbeitet werden. Dadurch ist es gleichzeitig möglich, dass die Medikamente schneller ausgehändigt werden können. Dank des Scanners lassen sich nun mehrere Minuten Zeit pro Rezept einsparen.

Diese Technik möchte Jilek, laut eigenen Aussagen, nicht mehr missen. Mittlerweile nutzt er sie seit etwa zwei Monaten.

Bürokratieaufwand in den letzten zehn Jahren gestiegen

Jilek erklärte, dass die Bürokratie in seiner Apotheke in den letzten zehn Jahren drastisch zugenommen hat. Für die Kunden blieb dabei kaum noch Zeit. Die Patienten wollten ihre Medikamente außerdem möglichst schnell in Empfang nehmen.

Sobald ein Rezept eingereicht wurde, begannen verschiedene bürokratische Abläufe, die eine schnelle Ausgabe des Medikamentes praktisch unmöglich machten.

Warum sind Rezepte für Apotheken so aufwändig?

Der Kunde bekommt von der eigentlichen Arbeit des Apothekers nicht viel mit. Jileks Apotheke wird viermal täglich und einmal nachts mit Medikamenten beliefert, die erfasst und in die Regale einsortiert werden müssen.

Bis Anfang Dezember mussten die Rezepte und Medikamente noch per Hand eingetippt werden. Wenn ein Rezept mehrere Medikamente beinhaltete wurden mehrere Minuten Zeit für die Arbeit beansprucht. Ein Gespräch mit dem Kunden war somit kaum möglich.

Scanner erledigt Arbeit binnen Sekunden

Jilek investierte 1000 Euro in einen Scanner. Dieser liest das Rezept innerhalb weniger Sekunden aus und speichert es automatisch im Computer. Somit bleibt mehr Zeit für die Kunden und ein nettes tröstendes Wort gibt es mit auf den Weg.

Persönliche Gespräche sind wichtig

Durch die Gespräche wird der Wohlfühlfaktor für die Kunden und Patienten erhöht. Zudem sei es dadurch möglich, oftmals wichtige Informationen zum Kunden zu erhalten wie die Ernährungsgewohnheiten. Häufig vertragen sich diese nämlich nicht mit den Medikamenten, die eingenommen werden müssen.

Diese Informationen werden auf der Kundenkarte digital gespeichert.

Ärzte haben ein Zeitdefizit

Auch bei Ärzten blieben die persönlichen Gespräche häufig aus, erklärte Jilek. So wäre es nicht möglich, eventuelle Medikamentenunverträglichkeiten festzustellen.

Durch den neuen Scanner gebe es wieder mehr Zeit für die Kunden, die bei dem Apotheker ihr Herz oder ihr Portemonnaie ausschütten, scherzte Jilek. Bei ihm hätte man nun auch die Zeit, mit Cent-Stücken zu bezahlen. Bei einem Besuch in der Apotheke solle schließlich keine Hektik aufkommen.

 



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