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Tennis: Boris Becker scheint Kriegsbeil mit Pocher begraben

Der 46jährige Boris Becker, der selbst nicht mehr Tennis spielt, aber seinen Schützling Novak Djokovic in seine Obhut genommen hat, traf in Melbourne auf Oliver Pocher.

Und es scheint, als wäre das Kriegsbeil aus vergangenen Zeiten begraben.

In Melbourne musste Becker mit seinem Schützling die erste Niederlage hinnehmen. Es kam zu einem Viertelfinal-Aus bei den Australian Open, bei dem sich Djokovic gegen den Schweizer Stanislas Wawrinka geschlagen geben musste.

Erstes Aufeinandertreffen mit Pocher in Melbourne

Während seines Aufenthaltes in Melbourne traf Boris Becker auch Oliver Pocher wieder, den Ex-Mann seiner Ex-Freundin. Dieser begleitete seine Freundin Sabine Lisicki beim ersten Grand Slam des Jahres.

Gefühle nach der Niederlage

Becker bleibt bei der Analyse nach der Niederlage kritisch, aber dennoch ehrlich. So sagt er den Medien gegenüber unter anderem, dass man Wawrinka definitiv ein Kompliment aussprechen muss, da er unglaublich gespielt hatte. Dieses Mal hatte er zudem keine Angst zu gewinnen, so dass diese Tatsache definitiv akzeptiert werden muss. Des Weiteren betont er auch, dass er vom Umgang seines Schützlings mit der Niederlage sehr beeindruckt ist und dass vor allem für ihn selber das Turnier eine echte Hürde dargestellt hat.

Nach zahlreichen Operationen trotzdem im Training dabei

Becker hatte Hüft- und Sprunggelenksoperationen über sich ergehen lassen und dennoch am Training aktiv teilgenommen. Schmerzen hatte er dabei keine, wie er bestätigt. Auch ist bekannt, dass die künstliche Hüfte wohl keine Hürde darstellt, dafür aber das Sprunggelenk.

Durch die Blockaden fühlt er sich in seiner Bewegung eingeschränkt und kann nicht richtig agieren. Die Bewegung ohne Schmerztabletten ist also bei Weitem nicht das Problem, sondern der fehlende Mechanismus, der ihm am richtigen Gehen hindert. Auch bleibt er realistisch, sagt, dass es sich hierbei um den Preis handelt, den er für seine sportlichen Erfolge zahlen musste und auch, dass er hier garantiert kein Einzelfall ist und bleiben wird.

Das Aus ins falsche Licht gerückt

Offen spricht sich Becker auch über die heutige Zeit aus, in der alles über die sozialen Netzwerke abläuft. Er spricht von der modernen Zeit, in der Menschen völlig unbehelligt öffentliche und nicht öffentliche Personen anonym beschimpfen und beleidigen dürfen. Ein Umstand, der für ihn nicht akzeptabel ist.

Die Grenze ist damit weit überschritten. Hintergrund dieses Statements waren die Beschimpfungen und öffentlichen Statements in den sozialen Netzwerken gegenüber Becker und Djokovic nach dem Australian Open Aus.

Auch andere große Tennis-Legenden mussten solche Aussagen über sich ergehen lassen, nachdem sie frühzeitig ausgeschieden waren, wie unter anderem im Beitrag Australian Open 2014 – Favoritensterben geht weiter berichtet wird.

Die Ziele für 2014 sind hoch gesteckt

Das Ziel bleibt dennoch klar und deutlich vor Augen: Novak soll die Nummer 1 werden. Dies wird nicht durch das Ausscheiden im Viertelfinale eines solchen Spieles erreicht. Daher muss direkt weiter am Training gefeilt werden.

Als Becker auf Pocher angesprochen wird, gibt er auch zu, dass ein Auftritt in einer Pocher-Show wohl nicht mehr stattfinden wird. Er möchte sich auf den Tennis konzentrieren und nicht auf Auftritte im Fernsehen.

Zum Verhältnis zu Oliver Pocher  sagt er, dass er mit ihm und seiner Freundin in Melbourne Abendessen war. Eine tiefe Freundschaft wird es wohl nicht werden, aber durchaus ein angenehmes Miteinander. Das Kriegsbeil scheint also endlich begraben.



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