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Tepco erhält japanische Staatshilfen von 8 Milliarden Dollar

Der japanische Energiekonzern Tepco erhält vom japanischen Staat eine Beihilfe von 689,4 Milliarden Yen (ca. acht Milliarden Dollar oder 6,69 Milliarden Euro), damit soll Tepco geholfen werden die Kompensationszahlungen durch den Super-Gau von Fukushima im März 2011 zu stemmen. Zwar beziffert eine Untersuchungskommission der japanischen Regierung den wirtschaftlichen Schaden mit 38,4 Milliarden Euro, doch insgeheim könnte der Gesamtschaden sich auf 75 Milliarden Euro belaufen, vor allem dann, wenn japanische Gerichte die ausstehenden Schadenersatzklagen in Japan zu Ungunsten von Tepco entscheiden könnten.

Handelsminister Edano und Tepco Präsident Nishizawa vereinbaren Staatshilfen

Der japanische Handelsminister Yukio Edano und der Chef von Tepco, Toshio Nishizawa, haben die Staatshilfen am Montag ausgehandelt. Damit stockt der Staat den Hilfsfond für Geschädigte aus dem Super-Gau auf insgesamt 1500 Milliarden Yen (ca. 14,5 Milliarden Euro) auf. Tepco hatte im Zeitraum von März 2011 bis September 2011 einen Verlust von 627 Milliarden Yen ( ca. sechs Milliarden Euro) hinnehmen müssen. Maßgeblich dazu beigetragen hat die zwangsweise Abschaltung von 15 seiner 17 Kernkraftwerke, diese kamen nach dem Super-Gau auf den Prüfstand. Auch die Evakuierung von 80.000 Menschen aus der No-Go-Area (20 Kilometer Radius um AKW Fukushima) trug zu den Kosten bei. Im Gegenzug hatte Tepco im vergangenen Jahr erstmals seit 30 Jahren die Preise für Strom angehoben.

1,5 Millionen Menschen sollen Entschädigungen erhalten

Insgesamt 1,5 Millionen Menschen sollen für die Folgen des Super-Gau vom 11. März Zahlungen aus dem Entschädigungsfond erhalten. Doch trotz der massiven Staatshilfen muss Tepco tief in die Taschen  greifen, zumal die Abwicklung des seit Dezember 2011 abgeschalteten (cold shutdown) AKW Fukushima Daiichi immense Kosten verursacht. Derweil wurde bekannt, dass im Reaktorblock 2 die Temperatur auf über 80 Grad Celcius anstieg, Tepco will hier mehr Wasser und noch mehr Borsäure einsetzen, noch bestünde keine Gefahr. Die Staatshilfen für Tepco haben allerdings auch ihren Preis. Im Gegenzug für die massiven Staatshilfen will die japanische Regierung mehr Mitspracherechte im alltäglichen Geschäft von Tepco.

 



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